Bußgelder

Ordnungsamt sackt über 90.000 Euro für Corona-Strafen ein - gravierende Verstöße nicht dabei

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Mit deutlich erhöhter Frequenz hatte der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) während der Hochphase der Corona-Beschränkungen die Einhaltung kontrolliert.

Hamm – Der Kommunale Ordnungsdienst hat während der vergangenen Monate 414 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Kontaktverbot geschrieben, die jeweils mit 200 Euro bewehrt sind.

Zusammen ergibt das ein Volumen von 82.200 Euro. Dazu gab es ein Bußgeld wegen eines Verstoßes gegen die Maskenpflicht (50 Euro) sowie sieben Bußgeld-Verfahren gegen Gastronomen oder Einzelhändler, die gegen Hygiene-Vorgaben verstoßen haben. Die Gesamtsumme beläuft sich hier auf etwa 10.000 Euro, teilte ein Stadtsprecher mit.

Das höchste Bußgeld wurde mit 4 .000 Euro für einen Einzelhändler fällig, der zu viele Kunden in sein Geschäft gelassen hatte.

Kaum Einsprüche gegen Bußgelder

Die meisten Hammer zeigten sich einsichtig und akzeptierten die Sanktionen. Insgesamt gab es bisher 45 Einsprüche, von denen 25 über die Staatsanwaltschaft dem Amtsgericht zur Entscheidung vorgelegt worden sind. Die übrigen seien noch in Bearbeitung. Die Einspruchquote liegt insgesamt bei etwas mehr als zehn Prozent.

Wie ein Stadtsprecher erklärte, wurde der überwiegende Teil der Ahndungen zu Beginn der Kontaktbeschränkungen und während des Lockdowns verhängt. In den zurückliegenden Wochen wurden praktisch keine Bußgelder mehr verhängt. „Das letzte ist sicher schon gut zwei Wochen her“, erklärte der Sprecher.

Hammer halten sich überwiegend an Regeln

Besonders hohe Bußgelder wie in anderen Kommunen wegen gravierender Verstöße – immerhin können Strafen bis 25.000 Euro verhängt werden – wurden in Hamm nicht ausgesprochen. Die Hammer hätten sich im ganz überwiegenden Teil an die Regeln gehalten.

Sorgen hatten die kommunalen Ordnungshütern in der Hochphase der Kontaktbeschränkungen Mitglieder der Trinkerszene bereitet, die sich an den üblichen Treffpunkten - etwa am Nordring - in größeren Gruppen aufhielten.

Gegen diese Ansammlungen halfen auch Bußgelder wenig. Die Stadt überlegte teilweise sogar, ob ein Aufenthalt im Gefängnis eine Option für uneinsichtige Regelbrecher wäre.  

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