Nach Vorstoß aus Dortmund

Auch Hamms OB Herter ist für „2G“-Regel - allerdings mit einer entscheidenden Ergänzung

Der Hammer Oberbürgermeister Marc Herter ist überzeugt davon, dass eine ergänzte „2G“-Regel viele Menschen überzeugen würde, sich doch gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
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Der Hammer Oberbürgermeister Marc Herter ist überzeugt davon, dass eine ergänzte „2G“-Regel viele Menschen überzeugen würde, sich doch gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Bei den Corona-Regeln hat sich zuletzt einiges geändert. Die Inzidenz spielt keine große Rolle mehr, „3G“ ist etabliert. Kommt nun aber schon bald „2G“?

Hamm - Erste Stimmen aus der NRW-Landespolitik werden jedenfalls laut, die das fordern. Und auch Hamms Oberbürgermeister Marc Herter hat sich inzwischen geäußert.

Corona-Regeln: Vorstoß für „2G“ in NRW aus Dortmund

Zuletzt war Dortmunds OB Thomas Westphal deutlich geworden: „Wir fordern die Landesregierung auf, schnell zu einer ,2G‘-Regelung überzugehen“, sagte er. Die Maßgabe, dass nur noch Geimpfte und Genesene, aber keine negativ Getesteten mehr zugelassen werden, soll sich auf das öffentliche Leben beziehen.

So würde es für Ungeimpfte nicht mehr möglich sein, etwa ins Kino, ins Restaurant oder in ein Fußballstadion zu gehen. Für Dinge, die für das tägliche Leben notwendig sind, soll dagegen weiter die „3G“-Regel angewendet werden.

Herter will auch „2G“ - allerdings mit entscheidendem Zusatz

Westphals Forderung ist auch die des Städtetages NRW, dem 40 Städte angehören. Hamm ist ebenfalls Teil des Gremiums. Wie ist also der Standpunkt von OB Marc Herter?

„,2G‘ bei bestimmten Freizeitaktivitäten habe ich auch auf meinem Zettel stehen“, erklärte der OB. Als Zeitpunkt einer möglichen Einführung nannte er den Oktober. Und zwar mit Blick darauf, dass sich aktuell noch Ungeimpfte dafür rechtzeitig einen Vollschutz organisieren könnten. „Es gibt aber auch ein milderes Mittel, mit dem ich mich anfreunden kann“, so der OB. Man könne bei der aktuellen Regelung den Schnelltest durch einen PCR-Test ersetzen - der dann natürlich selbst bezahlt werden müsste.

Herters Ziel: „Die Städte nicht wieder Pandemie-bedingt zu schließen“

„Ich bin dafür, ein solches „2G+“-System zu machen. Wenn man dann an Veranstaltungen teilnehmen will, reicht kein Schnelltest - selbst bezahlt oder nicht - aus, sondern man muss tiefer in die Tasche greifen. Das würde wirken, wäre aber ein milderes Mittel im Vergleich zur reinen „2G“-Frage.“ Prinzipiell gingen Westphal, der Städtetag und er selbst aber in die gleiche Richtung.

„Wir können so dafür sorgen, möglichst schnell die Motivation derjenigen zu erhöhen, die ihr Herz bislang nicht über die Hürde werfen konnten, eine Impfung in Anspruch zu nehmen.“ So könne auch sichergestellt werden, dass die jetzt möglichen Angebote auf Dauer aufrecht erhalten werden können. „Unser Ziel ist es doch, die Städte nicht wieder Pandemie-bedingt zu schließen“, so Herter.

Ungewissheit über Details zu neuen Corona-Parametern

Ganz allgemein begrüßt Herter die Entscheidung, als Indikator für die Corona-Maßnahmen nun die Krankenhauseinweisungen heranzuziehen. Eine solche Forderung hatte er bereits vor Monaten artikuliert. Bundes- und Landesebene arbeiteten aktuell genau daran, wie eine definierte Regelung in Zukunft aussehen werde. „Wann die konkreten Parameter klar sind, ist noch nicht abzusehen“, so Herter. Deshalb bleibe die Stadt auch weiter dabei, die Kriterien des RKI - etwa die Inzidenz - im Blick zu behalten.

Beim Regelwerk für Schulen - und hier insbesondere mit Blick auf die Quarantäne für Mitschüler von Infizierten - blickt die Stadt Hamm nach Köln, wo aktuell ein Modellversuch stattfindet, in dem die Sitznachbarn nach einem negativen Test nicht mehr in Quarantäne müssen.

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