Neuigkeiten aus dem Ludgeristift

Corona-Zahlen am Sonntag: Die Kurve zeigt weiter aufwärts

Das Corona-Problem beherrscht die Menschen in Hamm weiter.
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Das Corona-Problem beherrscht die Menschen in Hamm weiter.

Die Zahl der bekannten Corona-Infektionen in Hamm ist auch Sonntag angestiegen. Todesfälle kamen zum Glück nicht hinzu.

Hamm - Am Sonntagmittag waren der Stadt 166 Personen mit Corona-Infektion bekannt; das sind acht mehr als noch am Samstag. Unter diesen sind 103 Frauen und 63 Männer. Bei 43 Menschen verläuft die Krankheit so schwer, dass sie stationär ins Krankenhaus mussten. Davon wiederum sind 6 Personen in intensivmedizinischer Behandlung, (2 Männer: 61 und 67 Jahre alt, und 4 Frauen: 64, 65, 73 und 84); das ist eine Person mehr als am Vortag.

1162 Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne; diese Zahl ist etwa stabil. 561 konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Die gute Nachricht dazu: 81 Infizierte gelten stadtweit inzwischen wieder als genesen (57 sind männlich, 24 weiblich).

Bisher wurden 835 Tests mit dem Corona-Mobil durchgeführt; insgesamt 21 stehen am heutigen Sonntag auf dem Plan.

Vier Menschen sind bislang in Hamm im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Sie alle hatten nennenswerte Vorerkrankungen.

Neues aus dem Ludgeristift Hövel:

Drei Tests an Bewohnern des Ludgeristift standen am Samstag noch aus. Zwei davon fehlten auch am Sonntagmittag noch, ein weiterer brachte zum Glück ein negatives Ergebnis. Nach derzeitigem Wissenstand wurden 18 der 57 Höveler Altenheim-Bewohner positiv getestet. Sie werden entweder in Krankenhäusern betreut oder werden im Stift mangels entsprechender Symptome isoliert versorgt. Intensivmedizinisch betreut wird bislang niemand von ihnen.

11 der 63 Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne, nachdem sie positiv auf das Virus getestet worden waren.

Mitarbeiterinnen des Ludgeristifts in Hövel appellieren an Angehörige und andere Besucher.

Corona-Infos für Hamm - gut zu wissen:

Die allgemeinen Fallzahlen werden täglich mittags ermittelt und dann von der Stadt mitgeteilt. Wegen oft tagelanger Wartezeiten auf Testergebnisse bilden die veröffentlichten Daten nie die tatsächliche Situation ab, sondern geben lediglich Anhaltspunkte. Es ist zudem zu erwarten, dass es eine gewisse Dunkelziffer nicht erkannter oder gemeldeter Fälle gibt.

Um auf die erwarteten schweren Fälle vorbereitet zu sein, haben die Hammer Krankenhäuser hunderte Betten frei gemacht. Auf dem Gelände der Barbaraklinik in Heessen soll überdies eine Container-Station für Corona-Verdachtsfälle entstehen.

Das Leben in Hamm in Zeiten des Virus (4)

Das Leben in Hamm in Zeiten des Virus (4)

Corona und Heime: Angehörige im Fokus

In Seniorenheimen und Krankenhäusern herrscht derzeit ein Besuchsverbot. Das ist verständlich, denn hier handelt es sich um hochsensible Bereiche. Dennoch soll es Angehörige geben, die das nicht wahrhaben wollen. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat Hinweise erhalten, dass Angehörige an mehreren Pflegeheimen die Bewohner nach draußen locken und die Auflagen komplett in den Wind schreiben. An diesem Wochenende sollten deshalb verstärkte Kontrollen gefahren werden. „So etwas geht überhaupt nicht. Sollten wir so etwa feststellen, werden wir gnadenlos durchgreifen“, kündigte KOD-Chef Jörg Wiesemeier an.

Stadt droht Heimen - Aufnahmestopp droht

Die Stadt hat unterdessen die Schlagzahl im Umgang mit Seniorenheimen erhöht. Aus der Empfehlung, neu aufgenommene Bewohner zunächst für 14 Tage zu isolieren, ist eine Anordnung geworden. Sollte gegen die Einzelverfügung verstoßen werden, wird für das Heim ein Aufnahmestopp angeordnet.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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