Tests im Ludgeristift ausgewertet

Corona-Zahlen im Altenheim am Samstag deutlich gestiegen

Im Ludgeristift herrscht Betretungsverbot.
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Im Ludgeristift herrscht Betretungsverbot.

[Update] Die Corona-Situation im Ludgeristift Hövel hat sich nochmals verschärft. Die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Bewohner ist am Samstag weiter gestiegen. Auch die Gesamtzahl in der Stadt nimmt - auch dadurch bedingt - wieder zu.

Hamm - Die gute Nachricht vorweg: Von allen 63 Mitarbeitern des privaten Hammer Seniorenheims liegen inzwischen die Testergebnisse vor - und es sind keine weiteren positiven dazu gekommen. Damit ist die Zahl der Infizierten mit 11 stabil; sie alle befinden sich in häuslicher Quarantäne. 52 weitere Tests an Mitarbeitern blieben negativ; diese Personen können somit im Dienst bleiben.

Die weniger gute Nachricht: Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Bewohner hat sich inzwischen von 6 auf insgesamt 18 verdreifacht. Zudem fehlen immer noch drei Testergebnisse; diese werden erst am Sonntag erwartet. 36 Tests blieben zum Glück bisher negativ.

Insgesamt 19 Personen aus dem Stift wurden in Krankenhäuser gebracht; eine von diesen ist eine Begleitperson. Keine von ihnen liegt auf einer Intensivstation. Unter 19 genannten Personen sind allerdings vier, die zwar negativ getestet wurden, jedoch gesundheitliche Beschwerden haben. Drei der positiv getesteten Bewohner wiederum blieben mangels Symptomen im Ludgeristift, wurden dort jedoch isoliert.

Mit Blick auf die Zahlen sprach ein Stadtsprecher gegenüber WA.de von einer "ernsten Lage". In einigen Tagen werden alle Mitarbeiter und Bewohner zur Sicherheit ein zweites Mal getestet.

Auf besondere Weise betroffen vom Coronavirus: das Ludgeristift an der Ermelinghofstraße.

Die Gesamtzahlen für Hamm am Samstag:

Akut infiziert mit dem Coronavirus sind in Hamm - Stand Samstagmittag - 159 Personen (60 Männer, 99 Frauen). Seit Freitagmittag sind 23 Neuinfizierte dazu gekommen. 40 Personen sind derzeit in Krankenhäusern in stationärer Behandlung (plus 7), 5 von diesen sind (unverändert) in intensivmedizinischer Behandlung: 2 Männer (61, 67 Jahre alt) und 3 Frauen (64, 65 und 73).

80 Personen sind nach offiziellen Informationen inzwischen von der Infektion genesen (56 Männer, 24 Frauen).

In Quarantäne sind derzeit 1131 Personen; das ist nochmals ein deutlicher Anstieg. 526 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden.

823 Tests wurden bislang mit dem Corona-Mobil durchgeführt, 61 waren beziehungsweise sind für den heutigen Samstag angemeldet.

Wichtig: In diesen von der Stadt Hamm am Samstagmittag übermittelten Zahlen sind die oben geschilderten Testergebnisse der Mitarbeiter und Bewohner des Ludgeristifts enthalten.

Corona und Heime: Angehörige im Fokus

In Seniorenheimen und Krankenhäusern herrscht derzeit ein Besuchsverbot. Das ist verständlich, denn hier handelt es sich um hochsensible Bereiche. Dennoch soll es Angehörige geben, die das nicht wahrhaben wollen. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat Hinweise erhalten, dass Angehörige an mehreren Pflegeheimen die Bewohner nach draußen locken und die Auflagen komplett in den Wind schreiben. An diesem Wochenende sollen deshalb verstärkte Kontrollen gefahren werden. „So etwas geht überhaupt nicht. Sollten wir so etwa feststellen, werden wir gnadenlos durchgreifen“, kündigte KOD-Chef Jörg Wiesemeier an.

Stadt droht Heimen - Aufnahmestopp droht

Die Stadt hat unterdessen die Schlagzahl im Umgang mit Seniorenheimen erhöht. Aus der Empfehlung, neu aufgenommene Bewohner zunächst für 14 Tage zu isolieren, ist eine Anordnung geworden. Sollte gegen die Einzelverfügung verstoßen werden, wird für das Heim ein Aufnahmestopp angeordnet

Corona-Infos für Hamm - gut zu wissen:

Die allgemeinen Fallzahlen werden täglich mittags ermittelt und dann von der Stadt mitgeteilt. Wegen oft tagelanger Wartezeiten auf Testergebnisse bilden die veröffentlichten Daten nie die tatsächliche Situation ab, sondern geben lediglich Anhaltspunkte. Es ist zudem zu erwarten, dass es eine gewisse Dunkelziffer nicht erkannter oder gemeldeter Fälle gibt.

Um auf die erwarteten schweren Fälle vorbereitet zu sein, haben die Hammer Krankenhäuser hunderte Betten frei gemacht. Auf dem Gelände der Barbaraklinik in Heessen soll überdies eine Container-Station für Corona-Verdachtsfälle entstehen. Interessante ergänzende Info zur Corona-Ansteckungswelle: 90 Prozent der Infizierten in Hamm benötigen keine Behandlung im Krankenhaus.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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