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Traurige Nachricht: Fünfter Corona-Todesfall bekannt - weniger Menschen im Krankenhaus

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Das Corona-Problem beherrscht die Menschen in Hamm weiter.

Die Zahl der bekannten Corona-Infektionen in Hamm ist auch Montag wieder angestiegen. Leider ist auch ein Todesfall hinzugekommen.

Update, 6. April, 17.38 Uhr: In Hamm hat es in Zusammenhang mit dem Coronavirus den mittlerweile fünften Todesfall gegeben. Ein 90-jähriger Mann, der nicht auf der Intensivstation lag, aber positiv getestet worden war, ist am Montag-Nachmittag verstorben. "Er ist nicht zwangsläufig an, sondern mit Covid-19 verstorben", erklärte ein Stadtsprecher. Der Mann habe erhebliche Vorerkrankungen gehabt.

In den Hammer Kliniken liegen nunmehr noch 36 Patienten, sechs davon auf der Intensivstation. Die plötzliche Abnahme im Vergleich zum Mittag ist darauf zurückzuführen, dass neun Bewohner des Ludgeristifts, die in der Vorwoche positiv getestet wurden und in ein Krankenhaus gebracht wurden, wieder dorthin zurückgefahren wurden. Sie befinden sich von nun an isoliert in dem Pflegeheim.

Lesen Sie hier die ursprüngliche Berichterstattung

Hamm - In der Stadt waren am Montagmittag 173 Personen mit Corona-Infektion bekannt. Das sind sieben mehr als noch am Sonntag. Unter den Infizierten sind 108 Frauen und 65 Männer. 

Bei 46 Menschen (Sonntag: 43) verläuft die Krankheit so schwer, dass sie stationär ins Krankenhaus mussten. Davon wiederum sind sechs Personen in intensivmedizinischer Behandlung, (zwei Männer: 61 und 67 Jahre alt, und vier Frauen: 64, 65, 73 und 84)-

1187 Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne (zuvor 1162); diese Zahl ist damit also in etwa stabil. 579 Kontaktpersonen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden. Die gute Nachricht dazu: 86 Infizierte gelten stadtweit inzwischen wieder als genesen (59 sind männlich, 27 weiblich).

Bisher wurden 956 Tests mit dem Corona-Mobil durchgeführt.

Vier Menschen sind bislang in Hamm im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Sie alle hatten nennenswerte Vorerkrankungen.

Keine neuen Fälle im Altenheim

Unterdessen sind die letzten beiden zuletzt noch ausstehenden Tests von Bewohnern des Ludgeristifts in Bockum-Hövel ausgewertet worden. Die beiden Personen haben ein negatives Testergebnis erhalten. Damit sind insgesamt 18 der Bewohner positiv getestet worden, bei 38 fiel der Test negativ aus. 19 Personen - darunter eine Begleitperson und vier Negativ-Getestete mit Symptomen - waren in eines der Hammer Krankenhäuser gebracht worden. Drei Positiv-Patienten ohne Symptome befinden sich weiterhin isoliert in der Einrichtung.

Das Gesundheitsamt der Stadt hat die Lage im Ludgeristift weiter genau unter Beobachtung. Am Montag und am Dienstag werden noch einmal alle Bewohner und Mitarbeiter, bei denen der erste Test negativ ausgefallen ist, auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. So soll sichergestellt sein, dass kein Fall durch das Raster fällt. Teilweise fallen Tests auch bei schon Infizierten kurz nach der Übertragung des Virus negativ aus. Mit ersten Ergebnissen ist am Mittwoch zu rechnen.

Von den 64 Mitarbeitern des privaten Hammer Seniorenheims sind 11 infiziert, 52 steckten sich nach Auswertung der ersten Testreihe nicht angesteckt.

Neues Behandlungszentrum wird angenommen

Um die Hausärzte und das Corona-Mobil zu entlasten, hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe an der St.-Barbara-Klinik in drei Containern ein neues Behandlungszentrum für mutmaßlich Corona-Infizierte eingerichtet oder solche, die ähnliche Symptome zeigen. „Die Ambulanz wurde eingerichtet, um die Hausärzte und die Zentralen Notaufnahmen der Hammer Kliniken zu entlasten – und gleichzeitig das Infektionsrisiko weiter zu minimieren“, erklärte Dr. Prosper Rodewyk, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Dortmund.

Streng getrennt von anderen Patienten werden dort Gespräche, Erstuntersuchungen und Tests durchgeführt. Am Montagmorgen kamen schon zahlreiche Hammer zum neuen Behandlungszentrum nach Heessen.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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