KOD kontrolliert

Corona in Hamm: Mehr Schüler-Tests positiv - weniger Schnelltestzentren

Corona-Test
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Ein Arzt hält einen Tupfer, mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird.

Obwohl rund 105.000 Hammer den vollständigen Impfschutz besitzen, liegen die Infektionszahlen weiterhin deutlich über denen aus dem Vorjahr.

Hamm –40 Personen aus Hamm waren am 21. August 2020 infiziert, am Freitag waren es 279 – also etwa siebenmal so viele. Auch die 100er-Inzidenzgrenze, die vermutlich an diesem Wochenende (ganz ohne Großausbruchs-Geschehen) stadtweit überschritten wird, wird vermutlich nur eine Momentaufnahme bleiben. Der große Lichtblick bleibt, dass schwere Krankheitsverläufe nur noch äußerst selten vorkommen. 3,5 Prozent der von Corona betroffenen Hammer liegen im Krankenhaus – vor einem Jahr lag die Quote bei 10 Prozent. Ein Überblick. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: 40 positive Tests zum Schulstart

Der Schulstart ist am Mittwoch und Donnerstag nun doch holpriger ausgefallen als es zunächst den Anschein hatte. Bis Freitag lagen der Stadt bereits 40 positive PCR-Tests vor. Dies liege in erster Linie an den Lollitests, die zweimal pro Woche an den Grundschulen durchgeführt werden, hieß es aus dem Rathaus. Sollten die positiven Tests Lollitests ein zweites Mal bestätigt werden, droht den betroffenen Mädchen und Jungen ebenso wie ihren Nebenleuten in der Klasse eine Quarantäne.

Zunächst war von lediglich 16 positiven Schnelltests unter den rund 25.000 Schülern, die seit Mittwoch wieder zur Schule gehen, die Rede gewesen. Die Lolli-Tests werden in Labors ausgewertet und haben PCR-Qualität. Bislang ist lediglich der Mittwoch ausgewertet, weitere Positiv-Fälle durch die i-Männchen, die erst am Donnerstag gestartet waren, könnten also noch folgen.

KOD will in Abendstunden kontrollieren - Weniger Schnelltestzentren

Seit Freitag gilt die neue Coronaschutzverordnung. Wer nicht geimpft oder genesen ist, benötigt für die Teilnahmen am gesellschaftlichen Leben (unabhängig vom Inzidenzwert über 35) einen negativen Schnelltests. Der Kommunale Ordnungsdienst kontrollierte schwerpunktmäßig und stichprobenartig in der Gastronomie. Bis zum Nachmittag wurden am Freitag keine Verstöße bekannt, der Schwerpunkt der Kontrolle sollte aber auch auf den Abendstunden liegen. Auch am Wochenende werde dies so sein, hieß es aus dem Rathaus,

40 Schnelltests, die an den Hammer Schulen durchgeführt worden sind, waren positiv.

Mit fortschreitendem Impffortschritt sinkt der Bedarf für Schnelltestzentren. Aktuell werden noch 24 in Hamm betrieben. Zu Spitzenzeiten waren es im Stadtgebiet 34. Eine Liste über die noch aktiven Schnell-Testzentren findet sich auf der Homepage der Stadt (www.hamm.de) unter den Corona-Informationen.

Stadt beunruhigt: Anwesenheitslisten müssen nicht mehr geführt werden

Dass seit Freitag keine Verpflichtung mehr zum Führen von Anwesenheitslisten selbst bei Großveranstaltungen besteht, beunruhige den Corona-Krisenstab der Stadt durchaus, hieß es aus dem Rathaus. Erinnert wurde beispielsweise an das Ausbruchsgeschehen bei den türkischen Hochzeitsfeiern vor einem Jahr, was eine Explosion der Infektionszahlen in der Stadt zur Folge hatte. Hätten die Verantwortlichen damals Anwesenheitslisten geführt, hätte das Ausbruchsgeschehen deutlich besser beherrschbar sein können.

Das Listenführen habe sich bei der Kontaktverfolgung in Hamm vielfach bewährt. Eine Vielzahl von Infektionsketten seien hierüber geschlossen worden, hieß es aus dem Rathaus. Allerdings sei der Aufwand auch erheblich gewesen. Zudem sei die Infektionsgefahr durch den mittlerweile erreichten Impffortschritt und die Möglichkeit, sich per Schnelltest zu entlasten, eingedämmt.

Für einige Gastronomen geht der Wegfall der Registrierungspflicht offenbar zu weit. Wie die Stadt mitteilte, hätten einige Restaurants angekündigt, nur noch geimpfte und genesene Personen in ihren Innenbereichen zu bewirten. Negative Schnelltests wollten sie nicht akzeptieren. Das Hausrecht würde ihnen das Recht dazu geben.

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