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Mediziner: Jeder Nichtgeimpfte infiziert sich - Corona-Fälle in Hamm versechsfacht

Auch in der Fußgängerzone in Hamm pulsiert wieder das Leben – auch wenn die Fallzahlen in Hamm drastisch steigen.
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Auch in der Fußgängerzone in Hamm pulsiert wieder das Leben – auch wenn die Fallzahlen in Hamm drastisch steigen.

Die Anzeichen dafür, dass die von zahlreichen Medizinern aufgestellte These, dass es angesichts der Delta-Variante nur noch die Alternativen „geimpft“ oder „infiziert“ geben wird, stimmt, verdichten sich auch in Hamm.

Hamm - Die Corona-Fallzahlen haben sich im Laufe des Augusts bisher versechsfacht. Wer in Hamm auf eine Herdenimmunität setzt, dem läuft deshalb allmählich die Zeit davon. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: Impfbus und Schul-Impfungen gut angenommen

Mit mindestens 106.000 vollständig Geimpften und rund 10.000 Genesenen fehlen in der Stadt derzeit noch mehr als 20.000 Personen, um eine 80-Prozent-Quote zu erreichen. Insbesondere die mobilen Impfangebote werden aber weiterhin gut nachgefragt. 192 Personen (zwei Drittel Erstimpfungen) ließen sich auch am Montag wieder am Impfbus impfen.

Zum Auftakt der Schulaktion wurden zudem am Spranger-Kolleg die Erwartungen mit 111 Impfungen übertroffen. Statistiken darüber, welche Personenkreise sich (in Hamm) bislang nicht impfen lassen, gibt es nicht. Für Prof. Dr. Lothar Reinken, einer der beiden ärztlichen Leiter des Impfzentrums an der Friedensschule ist die Lage dennoch klar: „Das sind zum einen die ganz Schlauen und zum anderen die ganz Dummen.“ Reinken sagt, er meine damit die überzeugten Impfgegner und diejenigen, die aus Bequemlichkeit bislang keinen Termin wahrgenommen hätten.

40 positive PCR-Tests von schulpflichtigen Kindern

Seit einer Woche läuft der Schulbetrieb wieder. Damit verbunden ist ein umfangreiches Test-Szenario. Bislang liegen der Stadt 40 positive PCR-Tests von Kindern/Jugendlichen im schulpflichtigen Alter vor. An den Grundschulen gilt nach Darstellung der Stadt folgendes Prozedere: Zweimal die Woche wird ein Lolli-Test gemacht. Zunächst in Achter-/Zehner-Chargen (so genannten Pools); sollte es einen oder mehrere Positiv-Fälle geben, sind die einzelnen betroffenen Kinder nicht identifizierbar.

Alle Kinder aus einer Positiv-Charge dürfen zunächst nicht zur Schule und müssen zunächst zu Hause einen zweiten, dann zuzuordnenden Lolli-Test durchführen. Ist dieser negativ, darf man wieder zu Schule. Falls nicht, so werden das Kind und seine engen Kontaktpersonen in der Schule für 14 Tage in Quarantäne geschickt. Die Lolli-Tests für zu Hause sollten im Lauf dieser Woche in den Schulen verteilt werden, hieß es weiter aus dem Rathaus.

Ähnlich ist es bei den weiterführenden Schulen. Fällt dort ein Selbsttest positiv aus, wird ein PCR-Test nötig. Ist auch dieser positiv, müssen die Betroffenen und ihre Kontaktpersonen in Quarantäne.

KOD-Kontrollen der 3G-Regel in Hamm unauffällig

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat am Wochenende insgesamt 45 Lokale/gastronomische Betriebe kontrolliert. Verstöße gegen die 3G-Regel seien nicht festgestellt worden, Verwarn- oder Bußgelder seien demzufolge nicht verhängt worden, teilte die Stadt auf WA-Anfrage mit. Seit vergangenen Freitag gilt die neue Coronaschutzverordnung.

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