Keine Überfahrten

Lippefähre Lupia bleibt weiter an Land: Lippeverband ist Corona-Gefahr noch zu groß

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Die Lupia ist ein beliebtes Verkehrsmittel.

[Update] Die Lippefähre Lupia wird noch auf unbestimmte Zeit auf dem Trockenen liegen.

Hamm - Der Lippeverband verzichtet auch fast drei Wochen nach den ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen darauf, die Lippefähre Lupia wieder zu Wasser zu lassen.

„Wir wissen, dass die Fähren eine beliebte Attraktion in unserer Region sind – Hunderte Menschen nutzen sie täglich“, macht Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbands deutlich, „das Risiko einer Infektionskette für die Nutzer aber auch für unser Personal vor Ort ist vor diesem Hintergrund aber einfach noch zu hoch.“

Umleitungen werden ausgeschildert

Weitere Lockerungen des Landes NRW würden zeigen, ob eine Nutzung der Fähren in diesem Jahr realisierbar sein könnte. Bis dahin schildert der Lippeverband in nächster Zeit Umleitungsstrecken für Radfahrer aus.

Unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Trotz der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen habe der Lippeverband noch keine Entscheidung darüber getroffen, wann die Fähre wieder für Ausflügler und Spaziergänger nutzbar ist. Das erklärte Pressesprecherin Anne-Kathrin Lappe auf WA-Anfrage.

Normalerweise nutzen mehrere Tausend Gäste pro Saison von Ostern bis Oktober die Lupia in den Lippeauen. Sie ist ein wichtiges Verkehrsmittel für alle, die die Lippe auf ihrer Ausflugsroute von Norden nach Süden oder umgekehrt am Schloss Oberwerries überqueren wollen.

Auch ohne Corona manchmal Warteschlangen

Schon in "normalen" Zeiten drubbelt es sich bei gutem Wetter in den Sommermonaten vor dem kleinen Fähranleger. Manchmal ist Geduld gefragt, weil nur acht Personen gleichzeitig auf die Fähre passen.

Gerade im Sommer bilden sich vor der Lupia lange Schlangen.

Mit den Corona-Schutzmaßnahmen ist selbst diese geringe Passagier-Zahl nicht vereinbar. Um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen, müsste diese Zahl wohl noch einmal halbiert werden. Das Problem deshalb: Nur sehr wenige Fahrgäste würden bei der Einhaltung der Abstandsregeln gleichzeitig auf die per Handzug bediente Fähre passen. Eine verminderte Fährkapazität würde so zu Schlagzeiten zu noch längeren Schlangen führen.

Desinfektionsmittelspender in den Lippeauen?

Noch nicht geklärt ist außerdem, wie die Fähre betrieben werden soll. Beim bisherigen System fassen Fahrgäste das Seilzugsystem naturgemäß häufig an. Auch Desinfektionsmittelspender müssten in den Lippeauen erst noch errichtet werden. 

„Hausintern prüfen wir derzeit, wie wir wieder eine Nutzung ermöglichen können. Wir müssen erst für Sicherheit an Bord sorgen, der Infektionsschutz geht vor“, so Lappe.

Neben der Lupia bleiben noch zwei andere Fähren des Lippeverbandes an Land.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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