Lockerungen

Mehr Freiheit nur mit „Schein“? Alles, was dazu in Hamm wichtig ist - Kinder von Schule ausgeschlossen

Bei doppelt Geimpften reicht in Hamm auch die Kopie des Impfausweises als Nachweis für den Impfschutz.
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Bei doppelt Geimpften reicht in Hamm auch die Kopie des Impfausweises als Nachweis für den Impfschutz.

Schnelltest, Genesen-Bescheinigung und Impfausweis: Das werden in den nächsten Wochen die prägenden Vokabeln sein. Zwar kann der Einzelhandel wieder ohne entlastendes Dokument besucht werden, in den allermeisten Freizeit-Einrichtungen wird aber zunächst noch ein „Coronafrei-Attest“ benötigt und verlangt.

Hamm – Doppelt geimpfte Personen erhalten von der Stadt kein eigenes Dokument, sondern müssen ihren Impfpass bei sich führen. Es sollte aber genügen, davon eine Kopie zu fertigen und diese statt des Originals mitzuführen. Die von Corona genesenen Menschen in Hamm erhalten nachdem sie aus der Quarantäne entlassen wurden eine Bescheinigung von der Stadt. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner179.916 (2020)

Lösung für unerkannt Infizierte noch nicht in Sicht

Bislang wurden 5.500 Briefe an Genesene verschickt. Das Verfahren laufe gut, hieß es aus dem Rathaus. Genesene mit einer Impfung bekommen ebenfalls übers Gesundheitsamt eine solche Bescheinigung.

Noch keine Lösung gibt es für diejenigen, die Antikörper in sich haben, aber deren Infektion in der Vergangenheit nicht entdeckt wurde. „Hierzu stehen wir mit dem Landeszentrum Gesundheit im Austausch, haben derzeit aber noch keine klare Auskunft erhalten“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg.

KOD kontrolliert nicht flächendeckend, Strafen trotzdem hoch

Flächendeckende Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst wird es in Hamm nicht geben. „Klar ist aber, dass wir Kontrollen machen und dabei natürlich Bescheinigungen beziehungsweise Testergebnisse überprüfen werden“, so Stadtsprecher Tom Herberg.

Dies geschehe im Übrigen auch im Rahmen möglicher Infektionen und der anschließenden Kontaktnachverfolgung. Bei möglichen Verstößen würden die Betreiber, beispielsweise die Gastronomen, belangt. Bußgelder bis zu 25.000 Euro seien möglich. Gastronomen müssen übrigens keine Hygienekonzepte mit der Stadt abstimmen.

Coronavirus weniger, aber überall verbreitet

Das Virus ist nach Mitteilung der Stadt weiterhin quer übers Stadtgebiet verbreitet beziehungsweise geht auch im gesamten Stadtgebiet zurück. Einen Hotspot gebe es derzeit nicht, so Stadtsprecher Tom Herberg. Die aktuell 264 Infizierten verteilten sich auf knapp 170 Haushalte. „Darunter sind nur vier Haushalte mit mehr als fünf Personen“, so Herberg. Wohnverhältnisse spielten derzeit keine große Rolle.

Kein Test? Ausschluss vom Schulbesuch

Kinder, die sich in den Schulen nicht testen lassen, werden vom Schulbesuch ausgeschlossen. Sie haben keinen Anspruch auf individuell eingerichteten Distanzunterricht. Das stellte die Stadtverwaltung am Donnerstag klar. Allenfalls könne auf Anfrage das Unterrichtsmaterial aus dem Präsenzunterricht an sie ausgehändigt werden.

Hier lesen Sie alles zu den Regeln, die für die Rückkehr zum Präsenzunterricht in den Schulen gelten.

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