Corona: Lage für Prostituierte katastrophal - Beratung eingestellt

Das Coronavirus hat die Situation für Prostituierte in der Region zu einer Katastrophe gemacht.
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Das Coronavirus hat die Situation für Prostituierte in der Region zu einer Katastrophe gemacht.

Die Prostituierten- und Ausstiegsberatungsstelle Tamar musste in Hamm sowie im Hochsauerlandkreis, im Märkischen Kreis, im Kreis Olpe und im Kreis Soest ihre Arbeit am 14. April einstellen.

Hamm/Kreis Soest – Trotz intensiver Bemühungen sei es der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen als Trägerin nicht gelungen, alle Kreise in Südwestfalen für eine Förderung der Beratungsstelle zu gewinnen. Lediglich mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein konnte eine Fördervereinbarung geschlossen werden, heißt es in einer Mitteilung der Frauenhilfe.

„Als sich diese Entwicklung Ende des Jahres abzeichnete, haben wir uns bemüht, die Arbeit doch noch über Projektförderungen fortsetzen zu können“, schildert die Leiterin Pfarrerin Birgit Reiche. „Die lange Zeit der Unsicherheit hat jedoch dazu geführt, dass zwei der vier Mitarbeiterinnen sich beruflich umorientiert haben.“ Daher sind ab Mitte April noch zwei Mitarbeiterinnen in der Beratungsstelle tätig. Ihr Arbeitsschwerpunkt wird die Beratung im Münsterland sein. Dort läuft die Förderung noch ein Jahr weiter.

Hilfsmaßnahmen des Bundes greifen nicht

Aktuell sei die Situation der Frauen in der Prostitution durch die Corona-Pandemie katastrophal: Sie dürfen zum einen nicht mehr arbeiten. Viele von ihnen können zum anderen auch nicht ins Herkunftsland ausreisen, da die Grenzen dicht sind. Die wenigsten können die Bedingungen erfüllen, um von den Hilfsmaßnahmen des Bundes zu profitieren. - WA

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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