Entlastung für Hausärzte und Notaufnahmen

Coronavirus: Neues Behandlungszentrum geht an den Start

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Nur aus der Ferne zu sehen: Die ersten Patienten des neuen Behandlungszentrums ließen nicht lange auf sich warten und nahmen vor den Container Platz.

Die ersten Patienten ließen nicht lange auf sich warten. Das „KVWL-Behandlungszentrum (COVID-19)“ ist seit Montagmorgen an der St. Barbara-Klinik in Heessen in Betrieb. Das Angebot richtet sich an eine bestimmte Zielgruppe.

Hamm – Menschen, die fieberhafte Erkältungssymptome haben oder bei denen ein begründeter Coronavirus-Verdacht vorliegt, müssen damit nicht mehr zum Hausarzt gehen, sondern können das neue Ärztliche Angebot an der St. Barbara-Klinik nutzen.

Verantwortlich für die Einrichtung ist die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). „Die Ambulanz wird eingerichtet, um die Hausärzte und die Zentralen Notaufnahmen der Hammer Kliniken zu entlasten und gleichzeitig das Infektionsrisiko weiter zu minimieren“, erklärt Dr. Prosper Rodewyk, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Dortmund. 

Das Behandlungszentrum befindet sich in der Nähe der Notaufnahme der St. Barbara-Klinik, rechts neben dem Haupteingang. Es öffnet täglich von 10 bis 16 Uhr und das auch an Wochenenden und Feiertagen.

Seit Montagmorgen sind die Fachkräfte im neuen Behandlungszentrum im Einsatz.

Die Ambulanz biete die Möglichkeit, dass Patienten mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion dort identifiziert und sofort entsprechende Maßnahmen zur Isolierung eingeleitet werden können – und zwar unabhängig davon, ob ein Patient wieder nach Hause gehen kann oder stationär aufgenommen werden muss. Sollte eine stationäre Aufnahme notwendig sein, werden die Patienten auf alle drei Hammer Akutkliniken verteilt.

Behandlungszentrum für Coronavirus in Hamm: Von Patienten abgetrennt 

Parkmöglichkeiten befinden sich auf dem unteren Parkplatz der Klinik und werden ausgeschildert sein. Vom Parkplatz führt eine speziell angelegte Treppe zum Behandlungszentrum, um die möglicherweise mit SARS-CoV-2 infizierten Personen von den üblichen Patienten- und Besucherströmen der St. Barbara-Klinik zu trennen. Eine entsprechende Beschilderung ist eingerichtet. Auch in der St. Barbara-Klinik sind die Patientenwege strikt getrennt.

Das Behandlungszentrum befindet sich in der Nähe der Notaufnahme der St. Barbara-Klinik, rechts neben dem Haupteingang.

Patienten, die mit COVID-19-Verdacht in die Klinik aufgenommen werden, nehmen einen anderen Weg als alle weiteren Patienten. Durch die Ausrüstung mit einer Infektionsstation und die dadurch ohnehin schon vorhandene Möglichkeit der Teilung des Krankenhauses, können die Patienten, die sich zur Behandlung in alle weiteren Kliniken und Bereiche der Klinik begeben, weiterhin problemlos versorgt werden.

Behandlungszentrum für Coronavirus: Trennung verbessert

Die Trennung wird durch die Vorschaltung des Behandlungszentrums und die Ausweisung verschiedener Bereiche in der Klinik noch einmal verbessert. In der St. Barbara-Klinik sind durchgängig ohne Einschränkungen alle Fachabteilungen zur Versorgung von (Notfall-)Patienten aktiv. Wir freuen uns, auch unter erschwerten Bedingungen diese Möglichkeiten weiter anbieten zu können.

Das Behandlungszentrum besteht aus drei Containern.

Das KVWL-Behandlungszentrum besteht aus drei Containern, in denen Anmeldung, Wartebereich und zwei Behandlungsräume untergebracht sein werden.

Behandlungszentrum für Coronavirus: So ist der Ablauf

Die Anmeldung verläuft wie in einer Arztpraxis, weshalb Patienten zwar keinen Termin benötigen, aber ihre Versichertenkarte mitbringen müssen. Ein Arzt ist dauerhaft im Behandlungszentrum vor Ort, um Untersuchung und Diagnostik durchzuführen und über das weitere Vorgehen (Rachenabstrich, Rezepterstellung/ Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Quarantäne-Empfehlung) zu entscheiden. 

Zwischen dem medizinischem Personal, das aus dem Kreis der Kassenärzte gestellt wird und dem Gesundheitsamt wird es zudem einen engen Austausch und Abstimmung geben.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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