Neue Strategie

Corona absurd: Zehn Kontaktnachverfolger für einen Infizierten - Stadt hat Plan für Herbst

Bundeswehrsoldaten ( 2. Aufklärungsbattalion 7 Ahlen) helfen in der Harkortschule Hamm bei der Kontaktverfolgung von Corona Fällen aus.
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Bundeswehrsoldaten ( 2. Aufklärungsbattalion 7 Ahlen) halfen in der Harkortschule Hamm bei der Kontaktverfolgung von Corona Fällen aus.

Der drastische Rückgang des Infektionsgeschehens in Hamm trägt bemerkenswerte Blüten. Wie die Stadt auf WA-Nachfrage mitteilte, kommen auf einen Coronainfizierten derzeit mehr als zehn Mitarbeiter rund um die Kontaktnachverfolgung.

Hamm – Genauer gesagt: 17 Infizierte waren am Mittwoch stadtweit in Hamm registriert; ihnen standen 173 städtische Mitarbeiter, die mit Corona-Aufgaben betraut sind (inklusive Ärzten, Medizinischen Fachangestellten, internem Verwaltungspersonal, studentischen Unterstützungskräften) sowie 35 so genannte RKI-Scouts gegenüber. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: Bundeswehr-Hilfe läuft aus, Verträge nicht verlängert

Der Coronakrisenstab hat nun folgenden Plan entwickelt: Die Hilfe der fünf Bundeswehrsoldaten soll am 30. Juni auslaufen. Im Juli und August sollen insgesamt rund 80 befristete Verträge (überwiegend mit studentischen Hilfskräften) nicht mehr verlängert werden und somit auslaufen.

Weiterhin soll städtisches Personal, das in der Kontaktermittlung, -Nachverfolgung etc. nicht mehr benötigt wird, wieder im ursprünglichen Bereich eingesetzt werden. Ausgenommen hiervon bleibe ein rund 15-köpfiges Team, das bis Ende des Jahres in erster Linie die Einsatzleitung sowie organisatorische Aufgaben übernehme, heißt es aus dem Rathaus.

Corona in Hamm: Personal-Reserve für den unsicheren Herbst

Wie es personell im Herbst beziehungsweise darüber hinaus aussehen werde, sei maßgeblich vom Verlauf der Pandemie abhängig. Derzeit werde eine „Personal-Reserveliste“ erstellt. „Das heißt, dass alle Personen, deren Verträge in Kürze auslaufen, angesprochen werden, ob sie gegebenenfalls im Herbst kurzfristig wieder einsteigen könnten, sofern die Zahlen wieder ansteigen und ein erhöhter Personalbedarf entsteht“, teilte Stadtsprecher Tom Herberg mit.

Weiterhin liefen die Vorbereitungen dafür, mit diesem Personenkreis auch über den Sommer in Kontakt zu bleiben, um das Personal durchgängig auf Stand zu halten/zu schulen und zu einem sehr kurzfristigen Wiedereinstieg zu befähigen.

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