Öffnung für alle

Vor dem Normalbetrieb: „Es wird Zeit, dass die Kinder wieder in die Kita kommen“

Kinder sitzen in einer Kindertagesstätte auf einer Bank Kita
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Kinder in einer Kita: Ab Montag gilt kein Appell mehr, Kinder zu Hause zu betreuen.

Die Kinder kommen zurück in die Kitas: Aktuell gilt noch ein Appell an Eltern, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Ab Montag entfällt er. Wie sich die Hammer Kitas auf den Normalbetrieb einstellen.

Hamm – Die Hammer Kindertagesstätten bereiten sich auf die Rückkehr zum (halbwegs) Normalbetrieb vor. Ab Montag, 22. Februar, entfällt nach knapp zwei Monaten der Appell an Eltern, die Kinder aufgrund der Coronapandemie zu Hause zu betreuen. Die Einrichtungen stehen wieder allen Kindern offen.

Einige Einschränkungen bleiben: Die Kinder müssen weiter in festen Gruppen betreut werden, die wöchentliche Betreuungszeit wird um zehn Stunden gekürzt.

Kitas vor Normalbetrieb: Betreuungszeit ist reduziert

Die Landesregierung hatte am vergangenen Montag die Rückkehr zum Regelbetrieb für Kindergärten und Tageseltern ab dem 22. Februar angekündigt. Bisher laufen die Kitas offiziell im Pandemiebetrieb. Das heißt: Es gilt ein Appell an die Eltern, die Kinder wenn möglich zu Hause zu betreuen. Falls nicht, dürfen die Eltern die Kinder bringen - was zahlreiche Eltern auch nutzen.

Die Betreuungszeiten sind dabei generell um zehn Stunden gekürzt, um das Personal besser auf jetzt streng getrennten Gruppen verteilen zu können. Ab dem 8. März soll diese Stundenreduzierung wegfallen, sofern die Neuinfektionszahlen weiter sinken.

Kitas in der Pandemie: Unterschiedlich viele Kinder in Betreuung

Jutta Heinert freut sich über die Rückkehr zur Normalität. „Es wird Zeit, dass die Kinder wieder in die Kita kommen“, sagte die Geschäftsführerin der 39 Kitas im Kirchenkreis Hamm. Sie gehe davon aus, dass die meisten Eltern ihre Kinder dann auch wieder in die Betreuung schicken werden. In den vergangenen Wochen sei die Nutzung der Kitas sehr unterschiedlich ausgefallen: In einigen Einrichtungen sei kaum eine Handvoll Kinder pro Tag dagewesen, andere seien tageweise auch mal auf 60 Prozent Belegung gekommen.

So sieht es auch in der neuen Kita des Vereins „Movere“ im Hammer Süden aus. Mehr als 50 Prozent der Kinder seien bereits wieder da, sagte Kita-Leiterin Nadine Lohmann. Mit steigender Tendenz. Wenn am 8. März die Zehn-Stunden-Kürzung wegfällt, rechne sie auch wieder mit „vollem Programm“.

Das ist auch die Erwartungshaltung der Stadt für ihre sechs Kitas. Wenn genügend Personal da sei und die festen Gruppenstrukturen beibehalten würden, könne der Betrieb auch wieder auf „Volllast“ ausgedehnt werden, sagte ein Sprecher. Man wolle den Eltern das größtmögliche Angebot bieten.

Jutta Heinert ist da für die evangelischen Kitas noch skeptisch. Sie gehe davon aus, dass es zunächst weiter bei der Stundenreduzierung bleibe, sagte die Geschäftsführerin.

Es sei davon auszugehen, dass einzelne Mitarbeiterinnen nach wie vor nicht vor Ort sein könnten. Man müsse jetzt Schritt für Schritt weiter schauen.

Die Gruppentrennung soll dabei dafür sorgen, dass Infektionsrisiko zu verringern. Einige Erzieherinnen haben Angst, in den Kitas dem Virus weitgehend schutzlos ausgeliefert zu sein.

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