Coronavirus in Hamm

Karneval 2020 ohne Prinzenpaar - Bangen um Rosenmontagszug

Der Vorstand des Festkomitees Hammer Karneval steht vor einer ungewissen Session 2020/2021.
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Der Vorstand des Festkomitees Hammer Karneval steht vor einer ungewissen Session 2020/2021.

Geradezu hellsichtig hatten sich die Hammer Karnevalisten mit ihrem Motto für die Session 2020/21 gezeigt: „Uns steht das Wasser bis zum Hals“. Eigentlich wollten sie damit auf den Klimawandel anspielen – durch die Corona-Pandemie hat die Mottowahl eine ungewollte Aktualität bekommen.

Hamm - Der Klimawandel trieb die rund 45 Narren also bei der Generalversammlung des Festkomitees Hammer Karneval (FHK) nicht um, dafür war der Coronavirus das alles beherrschende Thema. Im Vereinsheim des Spielmannszugs Herringen wurde aber bald klar, dass die Narren alles dafür tun wollen, dass die Session 2020/21 nicht ganz ausfällt. Obwohl es schwer werden wird, die Galasitzungen durchführen zu lassen. Allgemeiner Tenor: Ganz ausfallen wollen die Narren die Session nicht. Der Auftakt und – wenn möglich – der Rosenmontagszug sollen stattfinden. Allerdings ohne Prinzenpaar. Auf eine Proklamation wollen die Hammer Narren nämlich verzichten.

Im Bezug auf die bevorstehende Session zeigte sich, dass gerade der letzte Massenausbruch des Coronavirus beim Schlachtbetrieb Tönnies für massive Verunsicherung gesorgt hat. Zwar habe das Festkomitee bereits das Ornat für das neue Stadtprinzenpaar beauftragt, doch überall zeigten sich massive Probleme: Die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen, vom 31. August auf den 31. Oktober, sorge für Unsicherheit bei allen Planungen, hieß es bei der Versammlung.

„Eine Prinzenproklamation in der Pelkumer Bürgerhalle macht keinen Sinn, wenn nur ein Viertel oder ein Drittel der Zuschauer eingelassen werden können“, sagte FHK-Präsident Eckhardt Schüler. Das deprimiere auch ihn, da er wisse, wie viele Tanzgruppen, von den Garden bis zu den Männer-Balletten, mit enormem Aufwand versuchten, ihre Tänze einzustudieren. Doch ohne die großen Besucherzahlen seien die Proklamationen und Galasitzungen weder stimmungsvoll durchzuführen noch wirtschaftlich darstellbar.

Karneval in Hamm - Das ist der neue Plan für die Session:

Dem pflichteten auch die Vereine bei. Unter den gegebenen Anforderungen sahen sie kaum eine Möglichkeit, die von ihnen geplanten Veranstaltungen durchzuführen. Auch die Werbung von Inserenten für die verschiedenen Festzeitschriften gestalte sich als sehr schwierig, da gerade viele Unternehmen um ihre Existenz bangten. Dabei sei es diese Werbung, die vom FHK, wie von den Vereinen dringend zur Planung benötigt würde.

Schließlich einigten sich die Karnevalisten auf diesen Plan B:

  • Sofern möglich soll der Karnevals-Auftakt im Maximare stattfinden.
  • Das Hauptereignis, der große Rosenmontagszug, soll auch – sofern es irgendwie geht – ermöglicht werden.
  • Ein neues Stadtprinzen- und Kinderprinzenpaar werde aber nicht proklamiert, da gerade der Besuch der normalerweise vielen Veranstaltungen den Reiz des Amtes ausmache. Das Stadtprinzenpaar des vergangenen Jahres, Uwe II. Stomin und Stefanie I. Wagner, stehe bereit, bei wichtigen Veranstaltungen dabei zu sein.

Rosenmontagsumzug in Hamm 2020 Teil 1

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