Kultur, Sport, Kontakte, Partys

Corona-Inzidenz stabil unter 35: Diese Lockerungen gelten ab Sonntag in Hamm

In einem Restaurant stoßen Gäste mit ihren Getränken an. (Symbolfoto)
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In der Öffentlichkeit dürfen sich ab Sonntag in Hamm noch einmal mehr Menschen miteinander treffen.

Die Stadt Hamm darf sich auf weitere Lockerungen der Corona-Regeln freuen. Ab wann sie gelten und welche Bereiche betroffen sind. Ein Überblick.

Hamm - Weil Hamm am Freitagmorgen fünf Werktage in Folge unter einer Inzidenz von 35 liegen wird, treten am Sonntag, 0 Uhr, die nächsten Lockerungen in Kraft. 

„Wir haben genau das erreicht, was viele vor wenigen Wochen nicht für möglich gehalten haben“, erklärte Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) im Rahmen einer digitalen Pressekonferenz am späten Donnerstagnachmittag. Binnen einer Woche ging der Inzidenzwert für Hamm noch einmal um über 45 Prozent zurück und liegt mittlerweile bei 20,6. Dadurch werden ab Sonntag folgende Lockerungen der Corona-Regeln wirksam. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona-Lockerungen Hamm: Kontaktbeschränkungen, Feste und Partys

Die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum wird auf fünf Haushalte (ohne Test) oder bis zu 100 Personen (mit Test) gelockert. Für den privaten Raum gibt es mit Blick auf normale Treffen ohnehin keine genauen Personenbeschränkungen mehr. Nur Partys und Veranstaltungen sind explizit geregelt. Private Veranstaltungen ohne Party-Charakter sind mit bis zu 250 Personen draußen und mit bis zu 100 Personen drinnen möglich – jeweils mit negativem Schnelltest. Partys sind draußen mit bis zu 100 Personen, drinnen mit bis zu 50 Personen jeweils mit Test möglich.

Für Hochzeiten und Beerdigungen gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen. Bei Hochzeiten gibt es allerdings eine einschränkende Personenzahl ganz individuell für den jeweiligen Trauort. Was das für die eigene Feier bedeutet, können Hochzeitspaare mit ihrem Standesbeamten abklären.

Zur Erinnerung: Bei allen geltenden Regeln werden folgende Gruppen nicht mitgezählt: Doppelt Geimpfte, deren Zweitimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt, Genesene deren Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegt (entscheidend ist das Datum des positiven PCR-Tests) und Genesene, deren Infektion länger zurückliegt, die aber bereits einmal gegen das Coronavirus geimpft wurden.

Corona-Lockerungen Hamm: Sport, Freizeit und Kultur

Kontaktsport ist drinnen und draußen für bis zu 100 Personen ohne negativen Test möglich, solange die Landesinzidenz unter 35 bleibt (aktuell: 20,8), sonst muss wieder ein Test vorgelegt werden.

Zuschauer sind beim Sport im Freien bis zu einem Drittel der „normalen „Kapazität erlaubt –also auch mehr als 1.000. Drinnen gilt die Drittel-Regelung ebenfalls, hier dürfen aber nur 1.000 Menschen zuschauen, die negativ getestet sein müssen und einen festen Sitzplatz in einem Schachbrett-Sitzplan haben.

Kulturveranstaltungen können draußen mit bis zu 200 Personen ohne Test, mit maximal 1.000 Personen mit negativem Test oder sogar mit mehr als 1.000 Personen mit genehmigtem Hygienekonzept und Testungen bis zu einem Drittel der Kapazität stattfinden.

Für Kulturveranstaltungen drinnen sind bis zu 1.000 Zuschauer mit negativem Testergebnis zugelassen (ebenfalls Schachbrett-Sitzplan).

Für Hobby-Musiker wird wieder mehr möglich: Sie dürfen mit Blasinstrumenten und Gesang in Innenräumen mit gleichzeitig bis zu 30 Teilnehmern ohne Schnelltest proben. In Kirchen oder großen Konzertsälen steigt die Teilnehmerzahl auf maximal 50. Wenn nicht gesungen wird und auch keine Blasinstrumente gespielt werden ist auch in kleineren Räumlichkeiten ein Probenbetrieb mit bis zu 50 Teilnehmern zulässig.

Die Personenbegrenzung im Museum entfällt (solange die Landesinzidenz unter 35 liegt), Führungen dürfen mit bis zu 20 Personen stattfinden. In den Freibädern wird kein negativer Schnelltest mehr benötigt.

Corona-Lockerungen Hamm: Veranstaltungen und Comeback-Event

„Bereits abgesagte oder verschobene Veranstaltungen wie etwa das Hallohparkfest in Bockum-Hövel können wir jetzt kurzfristig nicht mehr realisieren, aber die Entwicklung und die neue Inzidenzstufe geben große Hoffnung für zukünftige Veranstaltungen“, sagte Herter. „Wir dürfen uns trotzdem auf einen schönen Sommer freuen.“

Angesichts der positiven Zahlen plant die Stadt, der Kultur wieder mehr Raum zu geben. Als sicht- und erlebbares Zeichen soll im September einen ganzen Wochenende von der Kultur beherrscht werden. Vom 10. bis zum 11. September soll eine Art Stadtfest in der Innenstadt und auf mehreren Bühnen mit Kunst und Kultur gefeiert werden.

Aktuell laufe auch die Abstimmung der Stadt mit den Akteuren vor Ort für viele kleinere Veranstaltungen in den jeweiligen Bezirken.

Corona-Lockerungen Hamm: Restaurants, Clubs, Einzelhandel, Hotels

Die seit Beginn der Pandemie geschlossenen Clubs dürfen nur ihre Außenbereiche für bis zu 100 Personen öffnen. Restaurants und Kneipen dürfen ihre Innenbereiche ab Sonntag auch wieder ohne Test öffnen (solange die Landesinzidenz unter 35 liegt).

Im Einzelhandel dürfen große Geschäfte mit einer Fläche von über 800 Quadratmetern für einen Kunden pro zehn Quadratmeter öffnen (vorher 1 Kunde pro 20 Quadratmeter).

Tagungen und Kongresse können mit bis zu 1.000 Teilnehmern mit Test und besonderer Rückverfolgbarkeit (Sitzplan) stattfinden. In Hotels sind keine Folgetests nach drei Tagen Aufenthalt mehr notwendig, nur beim Einchecken muss ein negatives Testergebnis vorgelegt werden.

Corona in Hamm: Maskenpflicht auf Spielplätzen aufgehoben

Durch die neue Corona-Schutzverordnung des Landes ist inzwischen auch die Maskenpflicht auf Spielplätzen gefallen. Schon in der Vorwoche hatte Herter seine Allgemeinverfügung und damit die allgemeine Maskenpflicht in der Fußgängerzone, auf Freizeitsportanlagen und im Umkreis von Schulen aufgehoben.

Noch getragen werden müssen die Masken etwa in Geschäften des Einzelhandels, rund um deren Eingänge und auf dem Wochenmarkt, in öffentlichen Einrichtungen, Museen und Bussen.

Corona in Hamm: Weitere Perspektiven ab dem 1. September

Perspektivisch sind ab dem 1. September weitere Lockerungen angekündigt. So dürfen zum Beispiel Musikfestivals mit bis zu 1.000 Zuschauern, Volksfeste mit bis zu 1.000 Teilnehmern und Sportfeste ohne Zuschauerbegrenzung stattfinden. Clubs dürfen – auch ohne Personenbegrenzung – ihre Innenräume öffnen. „Das gilt natürlich nur, wenn die positive Entwicklung sich weiter fortsetzt“, sagte der OB.

Herter appellierte deshalb an die Bürger, die nächsten Lockerungen nicht als Freibrief zu verstehen. „Wir sind durch die sehr günstige und schnelle Entwicklung - was die Stadt Hamm angeht - in die Lage versetzt worden, in vielen Bereichen wieder Freiheiten zu genießen. Zur Wahrheit gehört aber dazu, dass wir dafür sorgen müssen, diese in Pandemiezeiten sehr komfortable Lage nicht zu gefährden. Für Sorglosigkeit besteht kein Anlass. Ich setze auf das Verantwortungsbewusstsein der Hammer.“

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