Appell des OB

Corona-Impfung: Über 200.000 Spritzen gesetzt - trotzdem zögern mittlerweile viele Hammer

Mehr als die Hälfte der Hamme genießt aktuell vollen Impfschutz. Bei der Immunisierung ist dennoch deutlich Luft nach oben.
+
Mehr als die Hälfte der Hamme genießt aktuell vollen Impfschutz. Bei der Immunisierung ist dennoch deutlich Luft nach oben.

Die Impfkampagne in Hamm hat eine neue Stufe überschritten. Trotzdem flacht die Kurve an. Der Impfbus und andere Angebote sollen dafür sorgen, dass mehr Hammer bereit sind, sich impfen zu lassen.

Hamm - Über 200.000 Impfungen sind in Hamm bis zum 1. August durchgeführt worden, das teilte die Stadt Hamm mit. Allein im Impfzentrum und bei den niedergelassenen Ärzten waren es 108.882 Erst- und 85.115 Zweitimpfungen. Hinzu kommen 6.363 Spritzen mit dem Einmal-Impfstoff von Johnson&Johnson. Zählt man die nicht erfassten Impfungen in Betrieben, bei Privatärzten und Sonderaktionen hinzu, dürfte die Zahl noch höher liegen. (News zum Coronavirus in Hamm)

Sicher immunisiert sind 91.478 Personen, hinzu kommen die mittlerweile 10.223 Genesenen, von denen aber auch etliche zusätzlich geimpft wurden. Über 50 Prozent der Bürger haben aktuell einen sogenannten „Vollschutz“ gegen das Virus.

Impfkurve in Hamm wird flacher, Herter appelliert an Impf-Zögerer

Trotzdem gibt es noch mehrere Zehntausend Personen, die sich impfen lassen könnten, das aber aus den verschiedenen Grünen nicht tun. Und hier sind nicht die vielen Tausend unter Zwölf- oder Zwölf- bis 16-Jährigen mitgezählt, die sich nicht oder nur eingeschränkt impfen lassen können.

Die Impfkurve wird unbestritten flacher. „Gemeinsam müssen wir nun dafür sorgen, durch das Impfen Ausbruchsherde und darauf wieder folgende Einschränkungen zu vermeiden“, appellierte Oberbürgermeister Marc Herter. Es sei fahrlässig, dass offenbar Menschen darauf warteten, dass sich so gut wie alle anderen impfen lassen, um selbst um die Spritze herumzukommen.

Die Impfkurve in Hamm ist im Juli flacher geworden.

„Das sind genau diejenigen, auf die wir jetzt warten. Wenn die Zahlen irgendwann hochschnellen, können sich diese Leute zwar immer noch impfen lassen, das bremst das Ausbruchsgeschehen dann aber nicht mehr. Für die Pandemiebekämpfung ist jetzt der richtige Zeitpunkt“, betonte Herter.

Impfbus setzt Tour fort: „Niedrigste Schwelle, auf die wir gehen können“

Am Impfbus wurde unterdessen am Montag unweit des Lippeparks mit ziemlicher Sicherheit die Marke von 2.000 Impfungen überschritten. Am Dienstag steht der Bus von 9 bis 18 Uhr vor Möbel Höffner in Rhynern, am Mittwoch bei der Firma Jäckering. Die weiteren Standorte sind noch nicht bekannt.

Das Angebot wird aber auch weiterhin parallel zum Impfzentrum aufrecht erhalten. „Eigentlich war der Bus nur als temporäres Angebot bis zum 30. Juli geplant, weil ab da das Zweitimpfungsgeschäft im Impfzentrum wieder angezogen hat“, erklärte Stadtsprecher Detlef Burrichter. In einem gemeinsamen Kraftakt mit der Kassenärztlichen Vereinigung habe man aber eine Aufstockung des Personalpools erreicht, aus dem die Ärzte und Helfer im Impfzentrum und dem Bus akquiriert werden.

Darüber hinaus seien in Kürze Vereinfachungen für das Handwerk und Kinder und Jugendliche geplant. „Mehr Formate und Orte werden aber nicht die Bereitschaft ersetzen können, sich impfen zu lassen. Wir stehen vor dem Tierpark oder anderen Orten. Das ist schon die niedrigste Schwelle, auf die wir gehen können“, sagte Herter. „Es bleibt schließlich eine medizinische Maßnahme, die eine Beratung beinhaltet.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare