Umgebauter Linienbus

Erster Halt Hauptbahnhof: Impfen ab Mittwoch auch im Impfbus möglich - bald Herdenimmunität?

Linienbus umgebaut: Ab sofort ist die mobile Impfeinheit in der Stadt unterwegs.
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Linienbus umgebaut: Ab sofort ist die mobile Impfeinheit in der Stadt unterwegs.

Die Stadt zündet beim Thema Impfen die nächste Stufe. Ab Mittwoch wird ein Impfbus eingesetzt werden, der an stark frequentierten Punkten im Stadtgebiet Position bezieht, um noch nicht (vollständig) geimpften Menschen den Coronaschutz quasi im Vorbeigehen anzubieten.

Hamm – Am Mittwoch und am Donnerstag wird der Bus an der Insel vor dem Hauptbahnhof stehen. Es handelt sich um einen umgebauten Linienbus der Hammer Verkehrsbetriebe. Jeweils von 9 bis 18 Uhr können sich alle Impfwilligen (auch Bahnpendler aus anderen Städten) dort ohne Vorankündigung impfen lassen. (News zum Coronavirus in Hamm)

Impfen im Bus: Impfbuch, Kassenkarte und Perso mitbringen

Die Impfstoffe von Biontech oder Johnson & Johnson an Bord. Welcher jeweils tatsächlich verimpft wird, wird im vorangehenden Beratungsgespräch entschieden. Impfwillige müssen ihren Personalausweis bei sich führen. Das Impfbuch und die Krankenkassenkarte (falls vorhanden) sollten ebenfalls mitgebracht werden.

Die „Behandlungsdauer“ dürfte ähnlich wie die im Impfzentrum sein, hieß es von der Stadt. Sollten sich keine Warteschlangen bilden, könne man in 30 bis 45 Minuten geimpft sein. Es steht eine Impfstraße zur Verfügung.

Für den Impfbus wurde ein gewöhnlicher Linienbus der Stadtwerke umgerüstet.

In anderen Städten wurde die Erfahrung gemacht, dass ein Standort am Hauptbahnhof gut frequentiert werde. Auch am Freitag, Samstag und Sonntag soll der Impfbus im Einsatz sein. Die dann angesteuerten Standorte standen am Dienstag noch nicht fest.

Corona in Hamm: Rund 70 Prozent haben Antikörper in sich

Rechnet man die Impfungen im Impfzentrum und bei den niedergelassenen Ärzten (183.446), die „Johnson&Johnson“-Impfungen (etwa 5.500), die Genesenen, die drei Impfaktionen in Brennpunkten und die Betriebsimpfungen zusammen, dürften inzwischen rund 70 Prozent der Hammer Antikörper gegen das Coronavirus in sich haben.

Ob dieser Wert für eine Herdenimmunität ausreicht, ist fraglich. Zielvorgaben, welche Impfquote möglichst erreicht werden sollte, sind zumindest im Hammer Rathaus nicht bekannt. Das erklärte Stadtsprecher Burrichter auf WA-Nachfrage.

Kinder und Jugendliche sollten Haus- oder Kinderarzt kontaktieren

Hinzu kommt die Gruppe der Kinder und Jugendlichen, die in Hamm rund 30.000 Personen stark ist und nur bedingt für Impfungen in Frage kommt. Allenfalls Zwölf- bis 18-Jährige können sich impfen lassen. Jugendliche unter 18 Jahren sollten ihren Haus-/Kinderarzt kontaktieren. Für sie empfiehlt sich der Impfbus nicht.

Auch am Hammer Impfzentrum, wo das Impfen seit einer Woche ohne vorher vereinbarten Termin möglich ist, geschieht dies nur im Ausnahmefall beziehungsweise bei über 16-Jährigen (zum Beispiel bei Azubis aus Kitas oder Krankenhäusern).

Unter 16-Jährige nur in Einzelfällen im Impfzentrum geimpft

Zwölf- bis 16-Jährige wurden bis vor wenigen Tagen im Hammer Impfzentrum nur im Einzelfall geimpft – allerdings nur bei Vorerkrankungen oder anderen Ausnahmetatbeständen sowie nach ausführlichem Beratungsgespräch durch den impfenden Arzt, teilte die Stadt mit. Grundsätzlich seien für die Zwölf- bis 16-Jährigen die Kinderärzte zuständig.

Auch NRW-Gesundheitsminister Laumann habe jüngst noch einmal sehr deutlich gemacht, dass Jugendliche zwischen Zwölf und 16 Jahren nicht in den Impfzentren, sondern bei den Kinderärzten geimpft werden müssten. Hintergrund dafür ist das ausführliche Beratungsgespräch, dass sinnvollerweise ein Kinderarzt führt. Auch sollen Zwölf- bis 16-jährige getrennt von übrigen Personen geimpft werden, was nicht in jedem Impfzentrum ohne Weiteres möglich wäre.

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