Maximal 500 Besucher gleichzeitig

Heute wieder Einlass-Stopp? So hat sich der Tierpark auf den Wochenend-Ansturm vorbereitet

+
Rund 2000 Besucher kamen am Donnerstag und Freitag bereits in den Tierpark.

Wie am Donnerstag und am Freitag ist zu erwarten, dass sich vor dem Tierpark und dem Maxipark lange Schlangen bilden. Während im Maxipark noch kein Besucher abgewiesen werden musste, gab es im Zoo schon gestern einen Einlass-Stopp. Diese Regeln gelten für das erwartete Hammer-Wochenende.

Hamm - Am Freitag bereits kam es das erste Mal zum Einsatz. Mit einem großen, roten Schild an der Grünstraße weist der Tierpark derzeit darauf hin, wenn die coronabedingte Grenze von 500 Besuchern im Park erreicht ist. Schon um kurz vor 11 Uhr war es am Freitag soweit. „Glücklicherweise hat sich die Lage dann schnell wieder entspannt. Wir konnten ab mittags wieder kontinuierlich Besucher in den Park lassen“, erklärt der Zoo-Geschäftsführer Sven Eiber. An den ersten beiden Öffnungstagen nach dem „Shutdown“ kamen insgesamt rund 2000 Besucher.

Für das Wochenende ist ein noch größerer Ansturm zu erwarten. „Das wird ein echter Härtetest“, so Eiber. Er empfiehlt deshalb denjenigen, für die die Tageszeit keine Rolle spielt, den Tierpark eher am späten Nachmittag zu besuchen. An den Kassen sei ansonsten Geduld gefragt. „Unser neuer Eingangsbereich ist leider noch nicht fertig. Da war Corona schneller als wir“, sagt der Zoo-Chef.

Jeder, der sich anstellen darf, kommt rein

Frust kam am Freitag in der Warteschlange übrigens keiner auf. Die Zoo-Mitarbeiter zählten die Wartenden schon zu den maximal gleichzeitig erlaubten 500 Besuchern hinzu. So wurde auch jeder, der sich eingereiht hatte, eingelassen.

Bei Einlass-Stopp werden die Gäste schon an der Grünstraße neben dem Schild auch von Mitarbeitern abgewiesen. Um ein Parkchaos zu verhindern, darf der Parkplatz der Lebenshilfe in den nächsten Wochen kostenfrei genutzt werden.

Maskenpflicht in Teilen des Parks

Zur Infektionsvermeidung gelten im Park besondere Regeln. So sind in den Eingangsbereichen Markierungen in Form einer Tigertatze aufgesprüht, die den nötigen Abstand zwischen den eintretenden Besuchern garantieren sollen. Masken müssen an der frischen Luft und auf den Gehwegen keine getragen werden. Es wird allerdings dringend empfohlen, an der Fenster-Ausgabe des Imbiss‘ trotzdem einen Mundschutz überzuziehen. Für alle, die keinen eigenen dabei haben, werden am Eingang Einwegmasken verteilt. In den Toilettenräumen sind die Masken Pflicht.

Sven Eiber und das Tierpark-Team sprühten viele Tigertatzen als Abstandszeichen auf den Rundweg.

Eiber empfiehlt dringend, dem ausgeschilderten Rundweg zu folgen, um Begegnungskontakte zu vermeiden. Pflicht ist der Rundweg aber nicht. „Wir wollen keine selbst ernannten Hilfssheriffs im Park. Das würde nur für schlechte Stimmung sorgen, wenn sich die Leute gegenseitig belehren.“

Neuer Picknick-Platz für Familien

Im Umkreis von 50 Metern um den Imbiss dürfen die gekauften und mitgebrachten Speisen nicht verzehrt werden. Dort gibt es auch keine Sitzgelegenheiten mehr, um Menschenansammlungen zu verhindern. Dafür können Besucher auf den neuen Picknick-Platz ausweichen, der dort errichtet wurde, wo früher unter anderem das Löwengehege stand.

Strahlende Kinderaugen: So lief der erste Tag im Tierpark und im Maxipark

Dass nach fast genau zwei Monaten Zwangspause wieder Besucher in den Park strömen erleichtere den Verantwortlichen aus finanzieller Hinsicht einiges, erklärt Eiber. Für ihn sei aber der ideelle Wert entscheidender: „Wir freuen uns, den Familien in Hamm wieder eine Möglichkeit zu geben, mal raus zu kommen.“

In der Zwangspause wurde abgerissen

Und da draußen, im Tierpark, gibt es viel Neues zu sehen. „Wir haben die Zeit für viele Umbaumaßnahmen genutzt“, sagt Eiber. Neben dem neuen Picknick-Platz sind auch Teilbereiche des neuen Spielplatzes bereits freigegeben. Die alte Mandrill-Anlage am Teich wurde abgerissen. Dort wird ab Sommer ein modernes Lemuren-Gehege entstehen.

Maxipark, Spielplätze und Tierpark in Hamm wieder offen

Maxipark, Spielplätze und Tierpark in Hamm wieder offen

Im Frühjahr wurden zudem zahlreiche Jungtieren – egal ob bei den Ziegen, den Affen oder den Alpakas – geboren. „Der Nebeneffekt der Schließung ist, dass die Tiere jetzt viel aufmerksamer sind als vorher. Sie sind neugierig auf die Besucher, die jetzt wieder kommen“, erklärt Eiber.

Die normalerweise betretbaren Gehege wie beispielsweise das der Alpakas sind indes nicht zugänglich, gefüttert werden dürfen die Tiere mit Wildfutter aber weiterhin.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare