Über 600 Kinder geimpft

Herdenimmunität bald erreicht? So ist der Impfstand in Hamm

In Hamm gelten nach Angaben der Stadt rund 100.000 Menschen als vollgeimpft.
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In Hamm gelten nach Angaben der Stadt rund 100.000 Menschen als vollgeimpft.

Hamm steht – was das Impfen angeht – vermutlich besser da, als es zuletzt angesichts des lahmenden Impftempos der zurückliegenden Wochen zu vermuten gewesen ist. Rund 100.000 Menschen sind vollständig immunisiert. Etliche weitere sind teilweise geschützt oder können ohnehin noch nicht geimpft werden.

Hamm –204.508 Impfungen gegen das Coronavirus sind in Hamm nach Angaben der Stadt bis Donnerstagabend (20 Uhr) mindestens durchgeführt worden. Davon waren 111.639 Erst-Impfungen und 92.869 Zweit-Impfungen. Mit 71.519 Dosen wurde etwas mehr als ein Drittel bei den niedergelassenen Ärzten verimpft. (News zum Coronavirus in Hamm)

Vollständig geimpft sind 99.753 Menschen – hier sind auch die Einmal-Impfungen von Johnson&Johnson eingerechnet. Der erreichte Impfstand liegt nach Angaben der Stadt bei 55,8 Prozent. „Das niedrigste Niveau zur Erreichung der sogenannten Herdenimmunität wird in Fachbeiträgen mit 60 Prozent angegeben“, erklärt Stadtsprecher Detlef Burrichter.

Corona in Hamm: Etliche Impfungen gar nicht mit eingerechnet

Sehr wahrscheinlich liegt Hamm bereits näher an diesem Wert als offiziell angegeben. Denn: Betriebsimpfungen, Impfungen bei Privatärzten und bei Sonderaktionen in Wohnquartieren fehlen in der Statistik der Stadt. Hier dürften noch einmal mehrere Tausend Impfungen hinzu kommen. Außerdem haben viele der Genesenen, die noch nicht geimpft worden sind, sehr wahrscheinlich ebenfalls durch Antikörper noch einen guten Schutz.

Die Gruppe derer, die noch nicht immunisiert worden ist, obwohl sie die Möglichkeit dazu hat, wird noch einmal kleiner, wenn man bedenkt, dass Kinder im Alter von 0 bis einschließlich 11 Jahren noch gar nicht geimpft werden dürfen. In dieser Altersgruppe sind rund 18 000 Personen in Hamm gemeldet – rund 10 Prozent der Stadtbevölkerung.

Mehr als 600 Kinder im Impfzentrum geimpft

Bisher wurden etwas mehr als 600 Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren im Hammer Impfzentrum geimpft. „Die Nachfrage ist ungebrochen und hält an“, erklärte Stadtsprecher Lukas Huster. Weiterhin können Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 15 an jedem geraden Tag von 14 bis 18.30 Uhr ohne Termin ins Impfzentrum kommen.

Verimpft wird das Biontech-Präparat, eine Zweitimpfung ist rund vier Wochen später notwendig. Ratsam ist es, nicht direkt um 14 Uhr zu erscheinen, um Wartezeiten zu verhindern.

Höhere Nachfrage nach Impfterminen nach Bund-Länder-Treffen

Die Bund-Länder-Beschlüsse vom Dienstag scheinen in Hamm erste Wirkung zu zeigen. „Nach Bekanntwerden der Tatsache, dass die Selbsttests ab Mitte Oktober nicht mehr kostenlos sein werden, wurde im Impfzentrum wieder eine erhöhte Nachfrage von ungeimpften Erwachsenen festgestellt“, so Huster.

„Auf Nachfrage nannten viele Impflinge als Grund für ihr Erscheinen, dass sie für Selbsttests künftig kein Geld ausgeben möchten und sich deshalb jetzt impfen lassen.“ Hinzu kommt, dass die Urlaubszeit zumindest für Ferien-Fahrer jetzt endet und auch diejenigen kommen dürften, die mit Blick auf die diesjährige Urlaubsplanung bisher auf eine Impfung verzichtet haben.

Impfbus in Hamm: Schon über 3.000 Impfungen

Ein weiterhin wichtiger Faktor für den Impffortschritt in Hamm ist der Impfbus. Dort sind – die Impfungen am Freitag am Lippe-Carrée in Herringen ausgenommen – insgesamt seit dem 21. Juli 3.346 Impfungen durchgeführt worden. Der Tagesrekord wurde mit 218 Impfungen erst am Donnerstag vor dem Allee-Center aufgestellt. Am geringsten war der Zulauf in der vergangenen Woche am Maxipark am Sonntag (71 Impfungen). Die weiteren Standorte:

  • 14. August: zwischen Edeka und Aldi, Kamener Straße 148
  • 15. August: Hallenbad Heessen, An der Marienkirche
  • 16. August: Rewe Krummenerl, Ahlener Straße 132
  • 17. August: Shell-Tankstelle, Werler Straße 381


Ab dem 18. August startet die „Rückrunde“ des Impfbusses: Dann werden die Standorte der Reihe nach wieder angefahren, die vor exakt vier Wochen bereits Teil des Fahrplans des Impfbusses waren, sodass dort die Zweitimpfungen vorgenommen werden können.

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