Bittere Corona-Konsequenz

Im Hallohpark bleibt es 2020 still - Keine Verlegung möglich

Im vergangenen Jahr heizte der Almklausi als Topact den Besuchern des Hallohparkfestes ordentlich ein. In diesem Jahr bleibt es still im Bockum-Höveler Park. Wegen Corona ist das Fest abgesagt worden.
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Im vergangenen Jahr heizte der Almklausi als Topact den Besuchern des Hallohparkfestes ordentlich ein. In diesem Jahr bleibt es still im Bockum-Höveler Park. Wegen Corona ist das Fest abgesagt worden.

Mit den jüngsten Beschlüssen des Landes zur Eindämmung des Corona-Virus ist auch das Hallohparkfest abgesagt. Bis 31. August sind alle Großveranstaltungen verboten. Das Hallohparkfest war für den 11. Juli geplant.

Bockum-Hövel – Es gehört in Hamm zu den ganz großen Events, zu dem immer mehr als 10.000 Gäste kommen. Besucher locken nicht nur die Bands, die am Abend spielen. Auch am Nachmittag strömen vielen Menschen in den Park, wenn sich dort die Vereine beim Stadtbezirksfest präsentieren und ebenso ein Bühnenprogramm mit örtlichen Akteuren auf die Beine stellen.

Die Vorbereitungen zum Stadtbezirksfest waren bereits zu einem großen Teil abgeschlossen. Unter anderem waren auch schon die Bands gebucht. „Das hatten wir seit Monaten unter Dach und Fach“, sagt Thomas Doert vom Stadtplanungsamt, der die Veranstaltung seit Jahren organisiert. Welche Topacts er aus der Pop- und Schlagerbranche verpflichten konnte, wollte er nicht verraten. Nur so viel: eine Band aus Hamm sei auch dabei. Die sollte ab 19.30 Uhr auftreten.

Aus seiner Sicht wäre es schön, diese Künstler dann im nächsten Jahr auf die Bühne im Hallohpark holen zu können. Daher habe man auch schon über einen Termin in 2021 nachgedacht, sagt Doert. Die Wahl ist auf den 10. Juli gefallen. Bei der Suche gab es die gleichen Probleme wie in diesem Jahr, denn der traditionelle Termin fürs Hallohparkfest am ersten Wochenende der Sommerferien kollidiert wieder mit der Fußballeuropameisterschaft. Auch die wurde wegen der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben und findet vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 statt. Wie in diesem Jahr fiel daher die Wahl fürs kommende Jahr auf den Tag vor dem Endspiel. „Und wenn wir den Bands einen neuen Termin nennen könnten, dann gäbe es die Chance, sie fürs nächste Jahr zu verpflichten“, so Doert.

Budget für 2021 wird aufgestockt

Als Hauptsponsor sorgt die Spadaka für die Finanzierung der Veranstaltung. Denny Düring, Vorstand der Spadaka, berichtet, man habe in diesem Jahr sogar einen größeren Etat eingeplant, weil es das zehnte Mal gewesen wäre, dass man das Ereignis gemeinsam mit dem Stadtmarketing ausrichtet. Daher werde man dann das Budget fürs nächste Jahr aufstocken, kündigte er an. Die Entscheidung, das Hallohparkfest abzusagen, hält er für richtig. „Klar würden wir gerne feiern aber in Anbetracht der Umstände geht der Schutz der Menschen natürlich vor“, sagt er.

Die Idee, das Fest auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr zu verschieben, hält Doert für nicht realistisch. „Wenn wir heute schon wissen, dass alle großen Veranstaltungen bis 31. August abgesagt sind, dann macht es keinen Sinn das Hallohparkfest auf einen neuen Termin zu legen, der vielleicht nur zwei Wochen später ist“, meint er.

16.Hallohparkfest 2019 im Stadtbezirk Bockum-Hövel

16.Hallohparkfest 2019 im Stadtbezirk Bockum-Hövel

Keine Kosten für Infrastruktur

Keine Kosten entstehen für die Infrastruktur drumherum. Die Verträge für die Standbetreiber innerhalb des eingefriedeten Bereiches seien noch geschlossen worden. Die hätte man erst nach den Osterferien verschickt, sagt er. Ob die Bands bezahlt werden müssen, obwohl das Fest ausfällt, muss noch geklärt werden. Zu den Kosten könne die Stadt noch nichts sagen, weil der Erlass des Landes zu den Veranstaltungen noch nicht vorliege. Damit fehlten die rechtsverbindlichen Regelung, sagt Stadtsprecher Tobias Köbberling.

Bedauerlich findet Bezirksvorsteherin Vera Dunkel-Gierse die Absage des Hallohparkfestes. „Das ist schade für den Stadtbezirk, für die Vereine und die Anbieter. Aber es ist leider nicht anders zu lösen. Das Risiko, dass viele Menschen angesteckt werden, kann niemand eingehen“, sagt sie. Und sie erinnert daran, dass es ja inzwischen nicht die einzige große Veranstaltung ist, die ausfallen muss. Am 26. April hätte zum Beispiel der Spadaka-Radrenntag stattfinden sollen. Auch aus ihrer Sicht hätte es keinen Sinn ergeben, das Hallohparkfest in den Herbst zu verschieben. „Wir wissen ja auch nicht, wo wir dann stehen. Es wird leider ein ganz ruhiger Sommer in Bockum-Hövel.“

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