Verbote, Sperrungen, Tests

Coronavirus in Hamm: So geht es in den Schulen nach den Ferien weiter - Stadt trifft Vorkehrungen

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Schulgelände dürfen auch nach den Ferien nur für schuleigene Zwecke betreten werden.

Hamm - Zur Halbzeit der Sommerferien in dieser Woche liegt der Fokus der Stadt bereits auf dem Ferienende in drei Wochen. Mit verschiedenen Maßnahmen soll verhindert werden, dass sich das Coronavirus in den Klassen ausbreitet.

Viele Lehrer und Schüler sind derzeit im wohlverdienten Urlaub. Unterricht und Prüfungen unter Corona-Bedingungen war eine ziemliche Belastung. Damit nach den Ferien der Schulalltag wieder schnell einkehren kann und nicht wieder überwiegend Home-Schooling an der Tagesordnung ist, trifft die Stadt Hamm Vorkehrungen.

Lehrer und weiteres Schulpersonal können sich nach dem Ende der Ferien auf freiwilliger Basis auf das Coronavirus testen lassen. "Das allein sind schon 4.000 bis 5.000 Personen und verdeutlicht die Dimensionen. Zum Glück ist ein Massentest mittlerweile vom Tisch", erklärt Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

Kompletttest nicht "verhältnismäßig"

Hätte ein Kompletttest auch bei allen Schülern durchgeführt werden müssen wie zunächst auf Landesebene in Erwägung gezogen, hätten in Hamm in kürzester Zeit 26.000 Corona-Tests stattfinden müssen. "Da hätten Aufwand und Ertrag in keinerlei Verhältnis zueinander gestanden", ist der OB überzeugt.

Ohnehin reifte zuletzt wegen überwiegend negativen Ergebnissen nach Testreihen in Schulen vor den Ferien die Erkenntnis bei den lokalen Entscheidern, das Schulen keine "Corona-Hotspots" sind. Dementsprechend wird - Stand jetzt - nach den Sommerferien auch zum Regelbetrieb zurückgekehrt.

Coronavirus an Schulen: Nur einzelne Klassen in Quarantäne

Zur Erinnerung: Sollten dann Corona-Fälle in einer Schule bekannt werden, wird die betroffene Klasse unter Quarantäne gestellt und verpflichtend getestet. Alle anderen Kinder dürfen weiter zur Schule gehen. Erst wenn gleich mehrere Klassen betroffen sind wird fallabhängig auch die Schule für 14 Tage geschlossen.

Damit das Coronavirus nicht von außen in die Schulen getragen wird, verlängert die Stadt die Sperrung der Lehrschwimmbecken bis zu den Herbstferien. Der Aufwand für Hygienemaßnahmen sei für die kleine Gruppe Schwimmer nicht gerechtfertigt, teilte der OB mit.

Veranstaltungen weiter komplett verboten

Bis Ende Oktober hat die Stadt zudem das Verbot schulfremder Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Feiern verlängert. Sporthallen seien davon allerdings ausdrücklich ausgenommen. Da kann der Betrieb unter den erarbeiteten Hygiene-Bedingungen weiter stattfinden.

Eine unbekannte Variable in der Rechnung der Stadt sind derzeit die Urlaubsrückkehrer. Viele Hammer Schüler sind mit ihren Eltern ins Ausland verreist. Teilweise auch in Corona-Risikogebiete. "Ich habe Angst, dass sich die im Moment entspannte Situation in Hamm nach dem Ferien durch die Wiederöffnung von Schulen und Kitas schnell verändert", erklärt der OB deshalb. Hunsteger wird noch deutlicher: "Wenn wir nicht aufpassen, bekommen wir ein großes Problem und müssen Schulen wieder schließen. Es steht viel auf dem Spiel."

Rückkehrer aus Risikogebiet müssen sich testen lassen

Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten müssen sich deshalb bei der Stadt melden und in Quarantäne, sollten sie nicht ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen können.

Um weiter für das Thema zu sensibilisieren, würden in den kommenden Tagen alle Schulen, Kitas und Eltern angeschrieben - auch in mehreren Sprachen.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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