Im Hauptbahnhof

"... die Gaskammern wieder aufmachen": Maskenverweigerer aus Hamm beleidigt Polizisten - schon die vierte Anzeige 

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Symbolbild

Hamm - Manche kapieren es einfach nicht: Weil er wiederholt keinen Mund-Nase-Schutz getragen hat, kassiert ein renitenter Maskenverweigerer im Hammer Hauptbahnhof bereits die vierte Anzeige. Die Polizisten beleidigt er dabei massiv.

  • Ein 38-jähriger Deutscher ist wiederholt als Maskenverweigerer aufgefallen.
  • Der Mann kassierte jetzt bereits die vierte Anzeige.
  • Die Bundespolizisten beleidigte er mit einem mehr als unpassenden Vergleich.

Den Beamten des Bundespolizeireviers Hamm war der Mann bereits leidlich als Maskenverweigerer bekannt. Deshalb hatten sie den 38-jährigen Deutschen auch direkt im Blick, als er sich am Dienstag dem Hauptbahnhof näherte. Und tatsächlich: Zum wiederholten Mal betrat der Mann das Bahnhofsgebäude ohne den derzeit verpflichtend zu tragenden Mund-Nase-Schutz.

Auf sein Fehlverhalten angesprochen, zeigte er sich nach Angaben der Bundespolizei uneinsichtig und äußerte seinen Unmut über die von der Bundesregierung getroffenen Corona-Schutzmaßnahmen. Alles Zetern half allerdings nichts. Die Beamten blieben hart und schrieben eine Anzeige. 

Nach Beleidigung: Vierte Anzeige in drei Wochen

Der 38-Jährige hat offenbar nicht nur einen ausgeprägten Sinn zum Egoismus und unsozialen Verhalten, sondern obendrein auch noch wenig Geschichtsbewusstsein. Nachdem ihm mitgeteilt wurde, dass gegen ihn eine Ordungswidrigkeitenanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz gefertigt wird, beleidigte er die Einsatzkräfte mit den Worten "Ihr wartet doch auch nur noch darauf, dass die Gaskammern wieder aufmachen".

Zusätzlich zu der bereits dritten Anzeige wegen des Nichttragens des Mund-Nasen-Schutzes innerhalb der vergangenen drei Wochen leitete die Bundespolizei auch noch eine Strafanzeige wegen Beleidigung gegen den Maskenverweigerer ein.

Mund-Nase-Schutz: Etliche Quertreiber

Mit seiner überzogenen Reaktion reiht sich der Hammer in eine unrühmliche Liste bundesweiter Quertreiber ein, die in den vergangenen Wochen als renitente Maskenverweigerer negativ auffielen. Erst am Samstag rastete Medienberichten zufolge ein 34-Jähriger am Dortmunder Hauptbahnhof aus, als er aufgefordert wurde, seine Maske aufzusetzen. Sein Kommentar: „Ist das die Machtergreifung wie 1933, muss man alles machen, was der Staat sagt?“

Auf mehreren Großveranstaltungen - etwa in Berlin, Stuttgart oder Dortmund - machten die Masken-Gegner zuletzt bekanntlich auf die eigene Meinung zu den Corona-Regeln deutlich. Die Stadt Berlin hat jetzt als Reaktion auf erwartete Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung Corona-Demos vorerst verboten

Die meisten halten sich an die Regeln

Was bei den vielen Berichten über Maskenverweigerer oft untergeht: Der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung hält sich - auch in Hamm - an die Maskenpflicht und trägt vorbildlich in öffentlichen Gebäuden und Supermärkten den Mund-Nase-Schutz.

Selbst wenn der Umgang mit dem "Schnutenpulli", wie die Maske teilweise verniedlichend genannt wird, vielleicht zuletzt etwas schlampiger geworden ist, sind die meisten Hammer so doch gut geschützt. Auch beim Ordnungsamt wurden zuletzt kaum Verstöße registriert.

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