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Coronavirus in Hamm: Fallzahlen sinken - Verwirrung um Besuchsregeln für Krankenhäuser

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Symbolbild.

Hamm - Die Zahl der Corona-Infizierten in Hamm sinkt weiter. Anders als in vielen anderen Kommunen sind Besuche in Krankenhäusern in Hamm aber weiterhin nur in Ausnahmen möglich.

Nach Angaben eines Stadtsprechers sind in Hamm am Freitag - Stand 12 Uhr - noch 38 Personen akut mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. 21 von ihnen sind weiblich, 17 sind männlich. Es gab den dritten Tag in Folge keine Neuinfektion mehr, die bekannt wurde.

32 Betroffene haben so milde Symptome, dass sie die Erkrankung zuhause auskurieren. Weiterhin liegen sechs Personen in einem der Hammer Krankenhäuser. Keiner davon aber auf der Intensivstation.

Als genesen gelten in Hamm mittlerweile 399 Menschen. Das sind zwei mehr als noch am Feiertag. Von ihnen sind 217 weiblich und 182 männlich. Noch vom Gesundheitsamt überwacht werden 189 Menschen in Quarantäne, die entweder selbst akut infiziert sind oder als enge Kontaktperson gelten. 2.883 Menschen sind aus dieser Beobachtung bereits wieder entlassen.

An den beiden Coronamobilen wurden inzwischen 4.696 Proben genommen.

Besuche in Kliniken erst wieder ab 2. Juni

Unterdessen gibt es Verwirrung um die Besuchsregeln in den Hammer Krankenhäusern. Die Krankenhausgesellschaft NRW hatte zuletzt mitgeteilt, dass landesweit Besuche in Kliniken wieder möglich seien und beruft sich dabei auf die aktuellen Corona-Schutzverordnungen, die vom NRW-Gesundheitsministerium an die Kliniken übermittelt wurde.

Demnach müssten Menschen, die Angehörige besuchen wollen, sich vor dem Besuch einem Screening auf Symptome einer Corona-Infektion unterziehen - etwa Fiebermessen. Abstands- und Hygieneregeln seien strengstens zu beachten. Zudem würden Besuchsregister geführt.

Ausnahmefälle möglich

Die Hammer Kliniken weisen nun darauf hin, dass diese Regelung für sie nicht gilt. Die Krankenhäuser bleiben trotz der positiven Fallzahl-Entwicklung zurückhaltend, was größere Menschenströme angeht. Die drei Akutkrankenhäuser St.-Barbara-Klinik, St. Marienhospital und Evangelisches Krankenhaus (EVK) wollen bis einschließlich zum 1. Juni an der aktuellen Regelung festhalten und Besucher nur in Ausnahmefällen zulassen - etwa bei Geburten oder für Menschen in der letzten Lebensphase.  

„Wir haben Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen, halten eine frühere Öffnung jedoch für zu risikobehaftet“, teilten die Geschäftsführer der Häuser schon Anfang der Woche in einer Presseerklärung mit. Man sei sich einig, dass der maximale Schutz für Patienten und Mitarbeiter vorrangig sei. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, wie sich das Infektionsgeschehen nach der Lockerung der Einschränkungen weiter entwickeln wird“, heißt es weiter in der Erklärung.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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