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Coronavirus in Hamm: Etliche Infizierte nach Hochzeit, weitere Schule betroffen

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Hamm - Es geht wieder aufwärts. Nachdem die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus bis zum Wochenanfang wieder kontinuierlich zurückgegangen war, gibt es jetzt wieder mehr Fälle in Hamm. Grund dafür ist eine Hochzeit in mehreren Akten.

Gleich zwölf Neuinfizierte wurden am Mittwochnachmittag bei der Stadt Hamm bekannt. Damit sind mittlerweile wieder 37 Personen als aktuell Betroffene beim Gesundheitsamt registriert. Von ihnen sind 25 weiblich und zwölf männlich.

Viele Frauen auf Feier infiziert

Neun der zwölf Infizierten waren ebenfalls Gäste einer Familienfeier, auf der sich bereits sieben andere Hammer mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ihre positiven Testergebnisse wurden schon in den vergangenen Tagen bekannt.

Auffällig: Acht der neun Feiernden sind weiblich. Zwei von ihnen sind zwischen 50 und 59 Jahren alt, zwei zwischen 20 und 29, eine zwischen 30 und 39, eine zwischen 40 und 49 und eine zwischen 10 und 19. Dazu kommt ein Junge (0 bis 9).

Mehrtägige Hochzeit in und um Hamm

Die Stadt nannte am Mittwochnachmittag in einer Telefonschalte auch weitere Details zur Feier. Demnach handelte es sich um eine größere, mehrtägige Hochzeit, die am vorvergangenen Wochenende in mehreren Teilveranstaltungen an verschiedenen Orten in Hamm und dem Umkreis stattgefunden hat. Die Hauptfeier wurde offenbar nicht in Hamm sondern in einer Nachbarstadt ausgerichtet.

Die Brautleute und der überwiegende Teil der Gäste stammten aus Süd-Ost-Europa, erklärte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Das genaue Herkunftsland sei noch nicht bekannt. Es seien allerdings Besucher aus mehreren Nationen Teil der Hochzeitsgesellschaft gewesen.   

Wohl nicht die letzten Infizierten Gäste

Auf der offiziellen Teilnehmerliste der Teilveranstaltung stehen 40 Namen. Insgesamt hat die Stadt aber mittlerweile 80 Hochzeitsgäste ermittelt, die aus Hamm kommen. Sie wurden allesamt unter Quarantäne gestellt und auf das Virus getestet. "Wir haben große Sorge, dass die jetzt bekannt gewordenen 16 noch nicht die letzten Infizierten aus diesem Cluster waren", sagte Hunsteger.

Es sei außerdem gut möglich, dass deutlich mehr Gäste auf der Hochzeit waren als die eigentlich erlaubten 150. "Wir wissen vielleicht lange nicht von allen, die da waren und in Hamm wohnen. Da kann nochmal ein ganzer Schwung nachkommen. Das ist schon erschreckend", so Hunsteger.

51 Schüler des MGH in Quarantäne

Die vielen Infektionen auf der Hochzeit haben auch weitere Auswirkungen auf Hammer Einrichtungen. Die jüngste am Mittwoch bekannt gewordene Infizierte ist Schülerin der 7. Klasse am Märkischen Gymnasium. Dort müssen sich jetzt 51 Schüler und 14 Lehrer am Donnerstag einem Pflichttest unterziehen. Sie sind alle in Quarantäne. Am Freitag wird für die gesamte Schule ein freiwilliger Test an der Alfred-Fischer-Halle angeboten.

Zuvor waren bereits die Sophie-Scholl-Gesamtschule und das Altenheim St. Josef in Heessen von Infektionsfällen aus der Hochzeitsgesellschaft betroffen.

Die weiteren Corona-Zahlen:

Abseits der Hochzeitsgruppe gab es in Hamm am Mittwoch drei weitere Frauen, deren Infektion bekannt wurde. Zwei von ihnen - zwischen 20 und 29 respektive 60 und 69 Jahren alt - waren bereits als Kontaktpersonen einer bereits Infizierten in Quarantäne. Bei der dritten Frau (50 bis 59 Jahre alt) liegen noch keine Informationen zur möglichen Infektionskette vor.

Fünf Personen werden aktuell im Krankenhaus behandelt, keine auf der Intensivstation. Als genesen gelten 677 Hammer (342 weiblich, 335 männlich). In Quarantäne sind mittlerweile wieder 684 Menschen. Aus dieser Beobachtung entlassen wurden 6.372 Personen. 14.129 Proben sind an den Corona-Mobilen und der Alfred-Fischer-Halle inzwischen genommen worden.

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