Podium, Havanna, Cheyenne

Discos öffnen: Auf der Meile wird wieder getanzt - ganz ohne Maske und Abstand

Ausgelassen: Auch im Podium wird ab dem kommenden Wochenende wieder gefeiert. Hier ein Bild vergangener Tage.
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Ausgelassen: Auch im Podium wird ab dem kommenden Wochenende wieder gefeiert. Hier ein Bild vergangener Tage.

Nach einem gefühlt ewigen Lockdown wird ab dem kommenden Wochenende auf der Hammer Meile wieder getanzt. Das sind die Regeln für den Disco-Besuch.

Hamm – 17 Monate lang blieb es still in den Discos und Clubs auf der Meile in Hamm. In diesen 17 Monaten gab es beinahe keine Aussicht darauf, wann wieder gefeiert, getrunken und getanzt werden darf. Am zurückliegenden Wochenende hätten die Clubs im Rahmen der neuen Corona-Schutzverordnung für NRW bereits kurzfristig öffnen dürfen. Machten das aber nicht – weil auch die Betreiber ein Stück weit überrascht waren vom neuen Regelwerk. Nun soll es am kommenden Freitag losgehen. (News zum Coronavirus in Hamm)

Clubbesuch in Hamm: Keine Maske aber „3G-Regel“

„Die ersten 25 Zeilen dieser Verordnung sind doch nur Paragrafen. Dafür musst du Jura studiert haben, um daraus schlau zu werden“, sagt Meilen-Urgestein Heinz Lepper vom Cheyenne. „Das muss mir mal jemand erklären, warum wir bei einer Inzidenz von 10,0 wegen 0,1 Punkt zu viel nicht öffnen dürfen, in der jetzigen Situation aber schon – und das ohne Maskenpflicht.“

Tatsächlich müssen Gäste in den Clubs keine Maske mehr tragen, aber dafür im Rahmen der „3G-Regel“ genesen, getestet oder geimpft sein. Beim Thema Testen ist die Regelung schärfer als für Restaurants und Bars. Während dort ein Schnelltest für den Einlass reicht, müssen Disco-Gäste einen maximal 48 Stunden alten, negativen PCR-Test vorweisen. Der kostet in Hamm zwischen 60 und 100 Euro. Die Auswertung in den Laboren dauert mitunter aber länger als 48 Stunden. „Das wird keiner machen“, ist Lepper deshalb überzeugt davon, dass zunächst vorwiegend Geimpfte und Genesene kommen werden.

Meilen-Wirte beklagen niedrige Impfquote beim Personal

Beschwerden über die harte Schranke lässt er nicht gelten: „Die Leute hatten genügend Zeit, um sich impfen zu lassen. Es gab genug Angebote – auch von der Stadt mit dem Impfbus.“

Meilen-Urgesteine: Heinz Lepper (links) und Horst Brinkrolf freuen sich auf den Start.

Besonders ärgerlich finden Lepper und Meilen-Nachbar Horst Brinkrolf vom „Havanna“ indes, dass kaum neues Personal zu finden ist. Aus den ehemaligen Thekenmannschaften hätten sich etliche Kräfte neue Jobs gesucht angesichts der bis vor Kurzem ungewissen Lage. Außerdem sei nur ein Bruchteil der ehemaligen Mitarbeiter, die beide jetzt angerufen haben, durchgeimpft. „Das ist schon ein Trauerspiel. Da willst du wieder loslegen und arbeiten – hast auch die Perspektive dafür – und bist aus welchen Gründen auch immer noch nicht geimpft. Da haben einige wirklich was verschlafen“, so Brinkrolf.

Wenig Optimismus zum Start - Podium öffnet Samstag

Durch Hygienekonzepte, Desinfektionsstationen und die Security seien dennoch alle Gäste so abgesichert wie möglich. „Unser Sicherheitspersonal hat zuletzt im Impfzentrum gearbeitet. Die wissen also ganz genau, welche Regeln gelten“, erklärt Lepper. „Ich freue mich, wenn es voll wird – glaube aber nicht dran.“

Während das Cheyenne-Team mit der „Bar Rio“ und das „Havanna“ schon am Freitagabend starten, zieht das „Podium“ – Anlaufstelle für viele Studenten und jüngere Meilen-Gäste – am Samstag mit einer „Reopening Party“ nach.

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