Vieles aufgeschoben

Hammer Bürgerämter immer noch massiv eingeschränkt: Das ist möglich, das nicht

+
Der Andrang auf dem Amt - hier in Mitte - ist auch in Corona-Zeiten groß.

Hamm - Nach wie vor sind mehrere Hundert Mitarbeiter der Hammer Verwaltung in den Corona-Teams gebunden und unterstützen das Gesundheitsamt. Im Sinne des Infektionsschutzes wurde die Terminvergabe in den Bürgeramtern reduziert. Das hat zur Folge, dass einige Vorgänge deutlich länger als üblich dauern oder aufgeschoben werden.

Ein WA-Leser etwa reagierte erbost, weil ihm von der Stadt mitgeteilt wurde, dass seine erworbene „Zusatzeintragung B 196“ fürs Motorrad in den Führerschein warten müsse, weil keine Systemrelevanz vorliege. Schnell kam Panik auf, dass die Gültigkeit der Bescheinigung eher endet als die Wartezeit auf die Eintragung. Und dann wären erneut mehrere Hundert Euro für den Erwerb des Scheins fällig geworden.

Auch kurzfristige Termine weiterhin möglich

Diese Sorge sei unbegründet, erklärte Stadtsprecher Tom Herberg auf WA-Anfrage. Solche Bescheinigungen seien ohnehin ein Jahr lang gültig. „Da haben wir kein Druck. Wie schnell es geht, hängt von der Auslastung der Kollegen ab“, so Herberg.

Es sei ohnehin im Interesse der Verwaltung, möglichst wenig Aufgaben zu schieben. „Das ist für uns alles zukünftige Arbeit. Durch Corona fallen viele Überstunden an, die dann ja auch noch abgebaut werden müssen.“ In dringenden Fällen werde versucht, doch kurzfristig einen Termin zu realisieren.

Täglich 200 Termine

Aktuell fänden in den Bürgerämtern rund 200 Termine täglich statt. Das seien 20 Prozent des „normalen“ Aufkommens. Mit den Briefkasten-Einwürfen käme man auf 40 bis 50 Prozent des üblichen Arbeitspensums.

Zur Entlastung der Verwaltung müssen abgelaufene Bewohnerparkausweise derzeit nicht verlängert werden. Sie bleiben bis zum 30. Juni gültig.

Personalausweise und Reisepässe sind innerhalb Deutschlands ein Jahr nach Ablauf gültig. Eine Verlängerung sollte deshalb aufgeschoben werden.  

Melderegisterauskünfte - etwa in Sachen Ahnenforschung - werden nur in dringenden Fällen erteilt. Wenn etwa ein Rechtsstreit anhängig ist. 

Geburten und Umzüge haben Vorrang

Nicht aufgeschoben werden dürfen dagegen Anmeldungen nach einem Umzug und die Anmeldung eines Kindes nach der Geburt.

Bei Fragen zu eigenen Anliegen und der Terminvergabe ist die Stadtverwaltung unter Telefon 02381 17-7777 erreichbar.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare