Wegen Corona gibt's die Blutspende mit Termin - ist sie ein Erfolgsmodell auch nach der Krise?

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Die Liegen für die Blutspender wurden mit mehr Abstand aufgestellt als sonst.

Zum ersten Mal hat das Deutsche Rote Kreuz für die Blutspende in Hamm Termine vergeben. Spender mussten nicht warten, die Kreisrotkreuzleiterin will auch nach der Krise Termine vergeben.

Hamm – Die Blutspende mit Anmeldung solle man nach der Krise unbedingt beibehalten, sagt Angelika Wagner, Kreisrotkreuzleiterin in Hamm. 125 Menschen spendeten am Sonntag bei einer Aktion des Deutschen Roten Kreuzes im Cinemxx Blut. Darunter waren zehn Erstspender.

Die Zahlen sind etwa so hoch wie vor der Coronapandemie. Um Wartezeiten aufgrund der aktuellen Lage zu vermeiden, hatte das DRK allerdings Termine für die Spende vergeben. „Im Schnitt dauerte es jetzt etwa 35 Minuten, bis die Spender fertig waren und gehen konnten“, sagt Wagner. Das ist weniger als halb so lange wie sonst zu Stoßzeiten. Dann müssen Spender teilweise fast eine Stunde warten, bis sie mit der Blutabgabe beginnen können.

„Die Terminvergabe ist auf jeden Fall sinnvoll, auch für Berufstätige“, sagt Wagner. Zur Blutspende gestern kamen auch einige Menschen ohne Termin, die aber ebenfalls kaum warten mussten. „Für sie haben wir einige Extra-Liegen“, sagt Wagner. Die Liegen wurden mit mindestens 1,5 Meter Abstand aufgestellt. Spender und die Helfer des Roten Kreuzes trugen außerdem Schutzmasken.

In den vergangenen Wochen waren aufgrund der Pandemie einige Blutspendetermine ausgefallen. Der Bedarf an Blutspenden bleibt aber auch in der Coronakrise hoch. Im Gebiet des Blutspendediensts West würden täglich 3 500 Spenden benötigt.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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