1.500 Besucher an Pfingsten

Biergarten-Experiment geglückt: Dann gibt es die Neuauflage am Kurhaus

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Viele Besucher seien dankbar für den Biergarten gewesen, so der Veranstalter. Die Kurhaus-Gastro selbst bleibe geschlossen. Sie rechne sich aktuell noch nicht.

Hamm - Der neue Biergarten am Kurhaus wurde von den Hammern so gut angenommen, dass es schon bald eine Neuauflage gibt.

Das Kurhaus und der Gastronomiebetrieb sind seit gut zweieinhalb Monaten geschlossen, die neue Großküche ist kalt und das Personal in Kurzarbeit. Pfingsten wagte Gastro-Geschäftsführer Daniel Cadez ein Experiment. Und es ging auf. Insgesamt rund 1.500 Besucher am Sonntag und Montag – so schätzt er – nahmen das Open-Air-Angebot mit Musik dankbar an. Jetzt fasst Cadez eine Neuauflage des Biergarten-Konzepts am Fronleichnamswochenende ins Auge.

An dem Feiertagswochenende vom 11. bis 14. Juni würde er gerne auch die zur Vinothek und die zum Café gelegene Kurhaus-Front mit einbinden. Und auch wieder Live-Musik im Hintergrund aufbieten. Die Veranstaltung an Pfingsten habe gezeigt, dass ein solches Konzept – wenn auch mit hohem Aufwand – handhabbar sei.

Fast alle halten sich an die Regeln

„Aber ohne Sicherheit geht es nicht“, sagt Cadez. Auch an Fronleichnam werde es natürlich die erforderliche Gästeidentifizierung und einen zentralen Eingang geben. Ein rund 20-köpfiges Personal sorgte am Pfingstsonntag und -montag in genauer Aufgabenteilung dafür, dass alles nach Vorschrift ablief und die Gäste mit Speisen und Getränken versorgt waren.

Bis auf drei Personen hätten an Pfingsten alle die geltenden Regeln akzeptiert. Wer das nicht tue, werde einmal und ein zweites Mal verwarnt und müsse dann per Platzverweis die Anlage verlassen. Aber glücklicherweise sei das die absolute Minderheit gewesen. „Wir haben 99,9 Prozent positive Rückmeldung erhalten. Die Stimmung war ungeschlagen gut. Wir wollen es auf keinen Fall bei einem einzigen Mal belassen“, sagt Cadez.

Wirtschaftlich an der Grenze des Machbaren

Cadez hat für die Gastronomie im Kurhaus sorgfältig abgewogen, was in dieser Phase der Lockerung möglich ist und was nicht. Weil die Kurhaus-Gastro nach seiner Aussage etwa 75 Prozent des Umsatzes durch Veranstaltungen (zum Beispiel Kulturtermine, Hochzeiten, Abi-Bälle) erziele und lediglich die restlichen 25 Prozent durch Tagesgastronomie, habe er sich entschlossen, diesen Bereich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten geschlossen zu lassen.

Biergarten am Kurhaus mit Till Hoheneder & The Slowhand Allstars

Biergarten am Kurhaus mit Till Hoheneder & The Slowhand Allstars

 „Wenn ich aufgrund der Corona-Regelung bei halbierter Platzzahl nur noch 12,5 statt 25 Prozent Umsatz erzielen kann, ist das wenig wirtschaftlich. Denn Personal muss man trotzdem vorhalten“, rechnet Cadez vor. Die neue Küche im Kurhaus werde also so lange kalt bleiben, bis Veranstaltungen wieder möglich seien.

Stattdessen ist er überzeugt, mit Events wie an Pfingsten ein nachhaltigeres Zeichen zu setzen. „Und vielleicht nehmen wir ja mit dem Biergarten-Konzept etwas für die Zeit nach Corona mit“, sagt er. Wohl wissend, dass all dies noch längst nicht zu Ende gedacht ist und vieler Absprachen bedarf.

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