Trotz Kontakt zur Risikogruppe

Ambulante Pflegedienste außen vor: Kaum Masken, keine Regelung bei Infizierung

+
Symbolbild

Hamm – Bei den ambulanten Pflegediensten ist die Personaldecke zumindest in der Regel knapp. Ein Coronafall in der Belegschaft könnte folglich durchschlagende Wirkung haben. Umso unverständlicher ist, dass die Mitarbeiter offenbar längst nicht immer optimal geschützt sind und Masken bei einigen Betrieben anscheinend absolute Mangelware sind.

Entsprechende Meldungen erreichten am Montag jedenfalls die Redaktion. Die Sorge, das Virus unbemerkt von Haus zu Haus zu tragen und eine ohnehin schon körperlich geschwächte Personengruppe zu gefährden, ist offenbar bei den Mitarbeitern groß.

Unklar ist dabei so ziemlich alles. Auch auf die Frage, wie im Fall eines Kontakts zu einem Corona-Patienten zu verfahren ist, gibt es keine Antwort. Das bestätigte die Stadtverwaltung gestern auf WA-Anfrage.

Warten auf klare Anweisungen

Während in Krankenhäusern und Seniorenheimen zumindest eine Vorgabe des Robert-Koch-Instituts existiert, dass solche Mitarbeiter bei einer drohenden Personallücke vorzeitig aus der Quarantäne entlassen werden können, gibt es solche Regeln nicht für Pflegedienste.

Personalmangel in Kliniken: Arbeiten trotz Corona-Kontakt

„Wir warten hierzu auf Antworten von der Bezirksregierung“, sagte Stadtsprecher Lukas Huster. Für solche Fälle laufe es wohl auf eine Aufstockung über Leiharbeiterfirmen hinaus.

Kein Test ohne Symptome

Dass Mitarbeiter nach einem Kontakt mit Coronapatienten erst dann getestet werden, wenn sie Symptome zeigen, überraschte auch die Stadtverwaltung. Tests sollten in diesen Fällen am Corona-Container an der Barbara-Klinik möglich sein, hieß es.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare