Corona trübt die Bilanz

Kalte Dusche für die Freibäder: Besucherzahlen mau - dann ist dieses Jahr Schluss

Wirklich voll wurde es in den Becken in den Hammer Freibädern in diesem Jahr nicht.
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Wirklich voll wurde es in den Becken in den Hammer Freibädern in diesem Jahr nicht.

Wenig überraschend hat auch der verregnete August nicht dazu beigetragen, dass die Freibadsaison in Hamm – zumindest mit Blick auf die Besucherzahlen – doch noch ein Erfolg wird. Jetzt ist bekannt, wann Schluss ist.

Hamm – „Die Sommersaison wurde auch in diesem Jahr wieder stark von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geprägt“, teilten die Stadtwerke gut eineinhalb Wochen vor dem letzten Öffnungstag am 12. September mit. „Blockzeiten mussten noch bis Mitte August durchgesetzt werden und verhinderten einen Tagesausflug in die Bäder.“ (News zum Coronavirus in Hamm)

Das durchweg nicht freibadtaugliche Wetter mit niedrigen Temperaturen – oft unter 20 Grad Celsius – habe den Ansturm auf die Freibäder zusätzlich verhindert. Die Stadtwerke hatten im Vorfeld mit einem Online-Ticketing aufgerüstet, um auf einen Ansturm an heißen Tagen wie im Vorjahr vorbereitet zu sein. „Dieser Ansturm blieb aus.“

Freibadsaison 2021: Mehr Besucher im Juni - wenige im Juli und August

Die Besucherzahlen waren ähnlich gering wie im Vorjahr: In der aktuellen Saison kamen bis Mittwoch 53.076 Besucher in die beiden Freibäder. Im Jahr 2020 waren es 56.370 – allerdings während einer noch eingeschränkteren Saison. Während im Juni 2020 nur 12.635 Besucher kamen, waren es 2021 immerhin 27.276 (Südbad: 16.495, Selbachpark: 10.781). Obwohl die Temperaturen sommerlich waren, habe die permanent instabile Wetterlage mit Gewittern viele Hammer vor dem Sprung ins kühle Nass ausgebremst. 2019 waren es in dem Monat noch 70.476 Besucher gewesen.

Im Juli kamen rund 14.000 Besucher (2020: 12.373, 2019: 38.892). Und im August wetterbedingt nur noch 12.700 Menschen (2020: 28.161, 2019: 31.121). Nur an sieben Badetagen lagen die Temperaturen im August über 25 Grad. Der wärmste Tag war der 12. August mit 27,6 Grad – im Juni hatte es noch 18 Tage über 25 Grad gegeben.

„Die letzten sommerlichen Tage, die der Wetterbericht nun noch verspricht, können alle Freiluftschwimmer noch ausnutzen“, hoffen die Stadtwerke auf ein paar Hundert weitere Gäste, die bis zum 12. September in die Bäder kommen.  

Wie hoch die Verluste der Stadtwerke beim Betrieb der Freibäder in diesem Jahr ausfallen, ist noch unklar. 2020 lag das Minus für alle Bäder bei 9,2 Millionen Euro.

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