Mehr als die Hälfte hat schon jetzt Nachteile

Coronavirus belastet heimische Firmen - So gehen sie damit um

Zwei Drittel der Firmen in Hamm, dem Kreis Unna und Dortmund rechnen mit Nachteilen durch das Coronavirus.
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Zwei Drittel der Firmen in Hamm, dem Kreis Unna und Dortmund rechnen mit Nachteilen durch das Coronavirus.

Die Ausbreitung des Coronavirus belastet die Wirtschaft auch in Hamm und im Kreis Unna schon jetzt sehr stark. Das ergab eine Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) bei den Mitgliedsunternehmen.

Hamm/Kreis Unna - Mehr als die Hälfte der regionalen Wirtschaft ist bereits von den Auswirkungen des Coronavirus direkt betroffen. Gut zwei Drittel rechnet in naher Zukunft mit Auswirkungen durch die Epidemie. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund bei ihren Mitgliedsunternehmen in Dortmund, Hamm und im Kreis Unna. "Wir haben also allen Grund zur Vor-Sorge", findet IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. Er mahnt aber auch: "Von einer Panik kann aber keine Rede sein."

Etwa ein Viertel der beteiligten Unternehmen hat eine Niederlassung oder Produktionsstätte in China, für 15 Prozent trifft das auf Italien zu. Lieferverzögerungen werden von drei Vierteln der befragten Unternehmen schon jetzt als direkte Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie genannt. Zwei Drittel geben an, von Einschränkungen bei Dienstreisen und Messebesuchen betroffen zu sein.

Coronavirus erreicht Kreis Unna

Umsatzeinbußen und der Wegfall von Kunden oder Aufträgen machen 40 Prozent aus. Auch in naher Zukunft rechnen die Unternehmen zu 60 Prozent mit Lieferverzögerungen und befürchten Umsatzeinbußen sowie weniger Aufträge (44 Prozent). Ebenso viele gehen von weniger Dienstreisen aus.

Vorbeugung in den Betrieben

"Wegen der Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen ist es für unsere Unternehmen nicht so einfach, sich konkret auf mögliche Beeinträchtigungen in Dortmund, Hamm oder im Kreis Unna vorzubereiten", betont IHK-Hauptgeschäftsführer Schreiber. Für alle aber könne gelten, dass sie die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, des Robert-Koch-Instituts und der Gesundheitsämter vor Ort zur Vorbeugung der Verbreitung von Viren befolgen und im Betrieb umsetzen.

In der Befragung nennt ein Drittel der Unternehmen aber auch viele Details, die darüber hinausgehen. So werden zusätzlich Spender mit Desinfektionsmitteln angebracht und vorsorglich spezielle Vertretungs- und Notfallpläne erarbeitet. Häufig wird angegeben, dass die Möglichkeit zum Homeoffice ausgeweitet wird. Meetings werden häufiger online, telefonisch oder per Videoübertragung abgehalten. Auch das Auffüllen der Lagerbestände, um künftigen Lieferschwierigkeiten vorzubeugen, gehört zu den Überlegungen.

Weitere Informationen - etwa zu Ansprechpartnern und zur Erstellung eines betrieblichen Pandemieplans - stellt die IHK online hier bereit.

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