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Corona-Inzidenz in Hamm kratzt an der 100 - Etliche Fälle in Kita

Ein Mundschutz hängt in einer Hausarztpraxis (Symbolbild)
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Die Maske ist und bleibt auch in Hamm unverzichtbarer Teil des Alltags. (Symbolbild)

Vielerorts gehen die Corona-Zahlen wieder hoch, die dritte Welle hat den Experten zufolge bereits begonnen. Auch in Hamm ist der Weg Richtung Entspannung hart gestoppt worden. Im Blickpunkt steht aktuell eine Kita in Werries.

Hamm - 42 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden der Stadt von Samstag- bis Sonntagmittag gemeldet. Der Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner), der sich auf die vergangenen sieben Tage bezieht, kratzt inzwischen mit 97,8 (plus 16,1) wieder an der 100er-Marke. Den Grund für diese Entwicklung liefert Stadtsprecher Detlef Burrichter am Sonntag gleich mit. (News zum Coronavirus in Hamm)

Beeinflusst werde das Tagesgeschehen insbesondere durch ein aktuelles Infektionsaufkommen in der Kindertagesstätte St. Bonifatius in Werries, heißt es aus dem Rathaus. Zehn Kinder und sechs Mitarbeiter seien dort positiv getestet worden, was zu einem „vorübergehenden Anstieg des RKI-Werts“ geführt habe. Alle Kontaktpersonen seien getestet und die Betreuungseinrichtung bei Bekanntwerden sofort geschlossen worden.

Die Nachverfolgung ergab, dass sich von den 42 neu Infizierten 27 im Familien- und Bekanntenkreis ansteckten (alle aus einer bestehenden Quarantäne heraus) und 4 beim Arbeitgeber (alle waren bereits in Quarantäne). In 11 Fällen ist der Ansteckungsweg noch ungeklärt.

Corona in Hamm: Britische Mutation oft nachgewiesen

Wie die Stadt auf WA-Anfrage erklärte, war die britische Variante bis Freitag, 26. Februar, bei 64 der 239 Infizierten aus Hamm nachgewiesen worden. Anders als noch zu Monatsbeginn würden nun alle positiven Coronatests entsprechend typisiert und auf bekannte Mutationen überprüft. Auch die südafrikanische und die brasilianische Mutation falle darunter. Bislang sei in Hamm aber stets nur die britische Form nachgewiesen worden.

„Die Infektionen verteilen sich dabei ziemlich regelmäßig über das Stadtgebiet“, teilte Stadtsprecher Lukas Huster mit. In der Regel beträfen die Fälle Familienverbünde. Huster weiter: „Die Krankheitsverläufe der Mutation sind in Hamm bisher gegenüber der ,normalen’ Infektion unauffällig und vergleichbar. Dass die Mutante schwerere Verläufe verursacht, können wir – bisher – nicht sagen.“

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Sonntag:

17 Hammer mit Covid-19-Krankheitssymptomen werden aktuell in Krankenhäusern behandelt (minus 2), 6 von ihnen intensivmedizinisch (unverändert: eine Frau über 40, zwei Frauen über 60, ein Mann über 40 und zwei Männer über 70). Die hier genannten Zahlen für die Intensivstationen betreffen nur Personen aus Hamm, die Gesamtzahl der in Hamm Behandelten dürfte höher liegen.

Insgesamt 851 Personen aus Hamm sind aktuell in einer häuslichen Quarantäne (plus 64), 27.984 wurden seit März aus dieser Beobachtung entlassen. Mittels der Corona-Mobile und im Testzentrum in der Alfred-Fischer-Halle wurden inzwischen insgesamt 28.901 Proben genommen. Über Hausärzte und Schnelltests kommen jedoch viele hinzu.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Hammer liegt am heutigen Sonntag bei 6318. 159 Menschen aus Hamm starben seit März 2020 mit oder an einer Corona-Infektion.

Von den derzeit 275 akut mit Corona Infizierten in Hamm (plus 24) sind 142 weiblich und 133 männlich.

Schnelltest-Ergebnisse werden in der Statistik der Stadt in Absprache mit der Landeszentrale für Gesundheit (LZG) nicht mitgezählt (so handhabt es auch das Robert Koch-Institut/RKI). Allerdings: Bei allen positiven Schnelltest-Ergebnissen werden aber im Anschluss PCR-Tests durchgeführt: Sofern dieser dann positiv ausfällt, gehe der Fall in die offizielle Statistik ein, erklärt die Stadt.

Corona in Hamm - auch das interessiert Leser aktuell:

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