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Corona in Hamm: Zwei weitere Todesfälle - Zahlen bleiben kritisch

Eine verschmutzte Maske liegt auf dem Boden.
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Ein gebrauchter Mund-Nasenschutz liegt auf dem schmutzigen Boden - Symbol für die anhaltend schwierige Corona-Situation in Hamm.

Traurige Corona-Nachrichten am Mittwoch aus Hamm: Zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus wurden bekannt. Auch sonst bleibt die Entwicklung unentspannt.

Hamm - In Hamm wurden am Mittwoch zwei weitere Todesfälle bekannt: Eine Frau zwischen 60 und 70 starb am Montag im Krankenhaus, am Mittwochmorgen starb ein Mann über 80 Jahre auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Beide Verstorbene waren mit dem Coronavirus infiziert, hatten aber auch Vorerkrankungen. Damit gibt in Hamm nunmehr 46 Todesfälle mit Corona-Bezug. (Corona-Spezialressort für Hamm.)

Zugleich übersprang die Zahl der Akutfälle in Hamm die 500er-Marke - und zwar genau auf 508 (plus 26, 268 weiblich, 240 männlich). 67 Neuinfektionen wurden am Mittwoch bekannt, damit sank der 7-Tage-Inzidenzwert (Infektionen in den zurückliegenden sieben Kalendertagen pro 100.000 Einwohner) um 7,8 Punkte leicht auf 230,1.

Corona in Hamm - die aktuellen Infektionsquellen:

  • 39 Infektion kommen aus einer Quarantäne heraus
  • 28 Infektionswege sind unbekannt

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Mittwoch:

33 Hammer werden derzeit in Krankenhäusern behandelt (plus 5), 4 von ihnen liegen auf Intensivstationen (plus 1, Männer zwischen 70 und 90). In häuslicher Quarantäne befinden sich aktuell 2674 Hammer, das sind wenige mehr als am Dienstag. 1915 Personen in Hamm gelten als von einer Corona-Infektion genesen.

Mit den Corona-Mobilen der Stadt und im Testzentrum in der Alfred-Fischer-Halle wurden seit März 19.438 Proben genommen.

Oberbürgermeister Marc Herter appellierte erneut an alle, die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. „Ich will nicht, dass sich eine Bevölkerungsgruppe in Sicherheit wiegt. Es kann jeden treffen, wenn die Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen werden.“

Durch Corona-Schnelltests sollen Besuche im Seniorenheim künftig sicherer werden. Das klingt eindeutig, sorgt aber bei Betroffenen für Verwirrung.

Bei Anzeichen einer Erkrankung sollten Betroffene zuerst Ihren Hausarzt telefonisch kontaktieren. Corona-Tests wegen auftretender Symptome werden von diesen durchgeführt. Welche Praxen in Hamm Tests durchführen, ist unter unter www.coronatestpraxis.de nachzulesen.

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Private Feiern dürfen nur aus herausragendem Anlass und mit maximal 25 Personen in Privatwohnungen stattfinden. Dabei sind zwingend Kontaktlisten zu führen. Eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.
    Zu herausragenden Anlässen gehören: 18. Geburtstage, runde Geburtstage, ab dem 70. Geburtstag jeder Geburtstag, Hochzeiten und Trauungen, Hochzeitsjubiläen (silberne, goldene, Diamant- und Gnadenhochzeit), Taufen, Erstkommunionen und Konfirmationen und vergleichbare Feiern im muslimischen und jüdischen Glauben.
    Feiern aus anderen aus den genannten Anlässen sind nicht erlaubt. Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.

Kommen wegen der Coronavirus-Krise die Weihnachtsferien 2020 in NRW früher, um Heiligabend risikofreier mit der ganzen Familie feiern zu können? Dieser Vorschlag wird in Nordrhein-Westfalen offenbar auf höchster politischer Ebene diskutiert. Das sagt Ministerpräsident Armin Laschet. Es gibt einen Haken.

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