Update am Samstag

Coronavirus in Hamm: Weniger Neuinfektionen, aber vier weitere Todesfälle

Coronavirus: In Hamm werden derzeit 44 Erkrankte im Krankenhaus behandelt.
+
Coronavirus: In Hamm werden derzeit 44 Erkrankte im Krankenhaus behandelt.

Der RKI-Wert in Hamm sinkt: Er liegt bei 163,4. 22 Personen haben sich neu mit dem Coronavirus infiziert - bei den meisten ist unklar, wo. Vier weitere Menschen sind mit dem Virus gestorben. Die Zahlen im Überblick.

Hamm - 22 Neuinfektionen wurden am Samstag bekannt, 24 weniger als am Freitag. Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner in sieben Kalendertagen) sinkt damit um 10,6 Punkte auf 163,4 (Vortrag: 174,0).

Die Gesamtzahl der akut Infizierten in Hamm wurde am Samstag (Stand 12 Uhr) mit 488 (-24) angegeben. Infiziert waren 270 Frauen und 218 Männer. (News zum Coronavirus in Hamm)

Von den 22 neu Infizierten steckten sich neun vermutlich innerhalb des Familien- und Bekanntenkreises an (alle waren zum Zeitpunkt des Befunds bereits in Quarantäne). In 13 Fällen gilt der Ansteckungsweg derzeit noch als unbekannt.

Leider gibt es vier weitere Sterbefälle: Ein Mann, über 60 Jahre alt, ist am 17. Dezember im Krankenhaus (nicht intensiv) verstorben. Eine Frau, über 90 Jahre alt, ist am 3. Januar im Krankenhaus (nicht intensiv) verstorben. Eine Frau, über 80 Jahre alt, ist am 4. Januar auf der Intensivstation im Krankenhaus verstorben. Ein Mann, über 70 Jahre alt, ist am 6. Januar auf der Intensivstation im Krankenhaus verstorben. Alle Verstorbenen hatten mehrere Vorerkrankungen.

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Samstag:

Wie schon am Freitag werden 44 Hammer mit Corona-Symptomen in Krankenhäusern behandelt, acht von ihnen intensivmedizinisch (unverändert; es geht hier um einen Mann über 50, zwei Männer über 70, einen Mann über 80, eine Frau über 40, eine Frau über 50, eine Frau über 70 und eine Frau über 80). Die hier genannten Zahlen für die Intensivstationen betreffen nur Personen aus Hamm, die Gesamtzahl der in Hamm Behandelten dürfte höher liegen.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Hammer liegt am heutigen Samstag bei 4851 (+42). 107 Menschen aus Hamm starben seit März mit oder an einer Corona-Infektion.

770 Personen aus Hamm sind aktuell zusätzlich zu den akut Infizierten in einer häuslichen Quarantäne (minus 30), 25.684 wurden seit März aus dieser Beobachtung entlassen. Mittels der Corona-Mobile und im Testzentrum in der Alfred-Fischer-Halle wurden inzwischen insgesamt 25.975 Proben genommen. Über Hausärzte und Schnelltests kommen jedoch viele hinzu.

Schnelltest-Ergebnisse werden in der Statistik der Stadt in Absprache mit der Landeszentrale für Gesundheit (LZG) übrigens übrigens nicht mitgezählt (so handhabt es auch das Robert Koch-Institut/RKI). Allerdings: Bei allen positiven Schnelltest-Ergebnissen werden aber im Anschluss PCR-Tests durchgeführt: Sofern dieser dann positiv ausfällt, geht der Fall in die offizielle Statistik ein.

Um die Corona-Zahlen endlich runter zu bekommen, hat die Politik den Lockdown vorläufig bis Ende Januar verlängert. In Hamm gibt es in einem wichtigen Bereich eine Abweichung: Diese und weitere wichtige Regeln lesen Sie übersichtlich unten in diesem Artikel. Sollte Hamm die Hotspot-Inzidenz von 200 wieder reißen, würde auch hier der umstrittene 15-Kilometer-Bewegungsradius in Kraft treten.

Corona in Hamm - das interessiert Leser aktuell:

Corona-Regeln in Hamm jetzt und künftig (Auszug):

  • Die Kontaktbeschränkungen werden NRW-weit verschärft (Stichtag 11. Januar 2021). Treffen jenseits des eigenen Haushalts und der eigenen Haustür sind dann nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Für Privaträume in Hamm gilt eine besondere Regelung (festgelegt in einer städtischen Allgemeinverfügung): Hier dürfen sich bislang und auch künftig bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Bei der Personenzahl werden Kinder unter 14 Jahren grundsätzlich nicht mitgezählt. Kontrollen der Kontaktbeschränkungen soll es auch weiterhin nicht geben.
  • „Corona-Leine“: Sollte der Inzidenzwert in Hamm die 200 wieder überschreiten, sollen sich auch hier Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. „Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar“, heißt es.
  • Maskenpflicht: In geschlossenen öffentlichen Räumen ist eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann. Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist eine Alltagsmaske zu tragen. Maskenpflicht besteht ferner in Bus, Bahn und Taxi, auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter), auf den Wochenmärkten sowie in Hamm in der Fußgängerzone an Samstagen. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes.
  • Alkoholverbot: Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist laut Corona-Schutzverordnung des Landes NRW untersagt. 
  • Betriebskantinen dürfen - wie andere gastronomische Betriebe auch - allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.
  • Der Einzelhandel ist und bleibt geschlossen. Ausnahmen gelten für: Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, den Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und den Großhandel. Auch Baumärkte bleiben – anders als beim Frühjahrs-Lockdown – geschlossen.
  • Dienstleistungen: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe bleiben ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie, bleiben möglich.
  • Alten- und Pflegeheime: Besucher müssen grundsätzlich FFP2-Masken tragen. Beschäftigte müssen alle drei Tage getestet werden und beim direkten Kontakt etwa mit Pflegebedürftigen ebenfalls FFP2-Masken tragen. Auch Bewohner sind regelmäßig zu testen.
  • Sport: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Das gilt auch für Individualsportarten in Sporteinrichtungen/-vereinen wie Tennis oder Golf. Zulässig bleibt nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der „freien Natur”.
  • Freizeit: Der Maxipark, der Tierpark, das Museum und alle Bäder in Hamm bleiben bis mindestens Ende Januar geschlossen.
  • Fahrschulen: Der Betrieb von Fahrschulen ist nur für berufsbezogene Ausbildungen zulässig und ansonsten untersagt.

Für die allgemeingültige Coronaschutzverordnung in NRW mit vielen weiteren Aspekten und Ausführungen klicken Sie bitte hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare