Corona-Regeln im November 2020

Privat feiern verboten: Strenge „Lex Hamm“ soll scharf bleiben

Eine Barkeeperin, die Cocktail mixt. Im Vordergrund Absperrband
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Feiern im gewohnten Rahmen soll in Hamm nicht nur in öffentlichen Bereichen verboten sein. (Symbolbild, Montage: 24hamburg.de)

Die Stadt Hamm will an ihren Auflagen für Treffen und Feiern in privaten Räumlichkeiten festhalten. Anders als kürzlich kommuniziert, sieht sie ihre Allgemeinverfügung vom Oktober weiterhin als wirksam an.

Hamm – In Hamm dürfen auch in Privaträumen Feiern mit mehr als 25 Personen nur bei so genannten „herausragenden Anlässen“ stattfinden, müssen angemeldet und genehmigt werden. „Wir würden gerne eine Regelung für den privaten Bereich treffen oder beibehalten und gehen auch davon aus, dass das weiterhin möglich sein wird“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg am Montag.

Antworten aus den zuständigen NRW-Ministerien werden im Rathaus für Dienstag erwartet. Der Verwaltungsrat soll dann tagen und entscheiden, heißt es. Denkbar, so sagte Herberg, sei auch, dass die 25er-Zahl reduziert werde und sich auch kleinere Festgemeinschaften künftig nicht mehr treffen dürften. Noch „nicht ganz fix“ sei das Prozedere der Umsetzung. Ob es weiterhin ein Anmelde- und Genehmigungsverfahren geben werde, solle ebenfalls am heutigen Dienstag entschieden werden.

Die bisherigen Erfahrungen mit der „Lex Hamm“ – keine andere NRW-Kommune war im Oktober so weit wie Hamm mit Einschränkungen im privaten Raum gegangen – seien gut gewesen. Keine der im Oktober vom Ordnungsamt verbotenen Feiern sei doch durchgeführt worden. Die Menschen hätten die Verbote beachtet, sagte Herberg. 2500 Euro hatten bei einem Verstoß gedroht.

Hier stecken sich in Hamm die meisten Menschen an:

Die Zahl der Neuinfizierten war am Montag wieder um 51 gestiegen. Der Bereich Familie/Bekannte ist aus Stadtsicht mit großem Abstand der kritischste Bereich. Hier steckten sich die meisten Menschen an, nicht nur aus einer bereits bestehen Quarantäne heraus. Gelegentlich gebe es auch einen Treffer bei einem Reihentest; solche würden mittlerweile nicht nur von der Fleischindustrie, sondern auch von anderen großen Arbeitgebern durchgeführt. Keine Erkenntnisse gebe es, dass sich Infektionsketten in den jetzt heruntergefahrenen Bereichen (Gastronomie, Kino und so weiter) ausgebildet hätten, sagte Stadtsprecher Lukas Huster. „Definitiv nicht“ gebe es sublokale Hotspots in einzelnen Stadtbezirken und auch keine besondere Betroffenheit in einzelnen Volksgruppen.

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