Unser tägliches Update

Corona in Hamm: Keine Entspannung vor dem Wochenende - Neues zur Hochzeit

Teströhrchen liegen im Corona-Testzentrum in der Alfred-Fischer-Halle in Hamm für Probanden bereit.
+
Im Corona-Testzentrum in der Alfred-Fischer-Halle werden täglich etliche Hammer vorstellig. Das benötigte Material liegt dort bereit.

Zwar nahm die Zahl der Corona-Infizierten in Hamm am Freitag ab, durch etliche Neuinfektionen kletterte der Inzidenzwert allerdings weiter.

Hamm - Der für die Ausweisung als Risikogebiet so wichtige RKI-Inzidenzwert (Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) liegt inzwischen nach Angaben der Stadt bei 87,3 - und damit noch einmal 1,7 Punkte über dem Wert am Donnerstag. Dadurch ist weiter nicht davon auszugehen, dass bald die aktuellen Einschränkungen und der Status eines Hotspots für Hamm fallen.

Am Freitag wurden bei der Stadt 18 Neuinfektionen bekannt. Wieder steckte sich der Großteil in einer bestehenden Quarantäne bei Familienmitgliedern oder im Bekanntenkreis an (neun Personen). Bei acht Hammern ist der Infektionsweg noch unklar.

Hochzeit wohl kein Hotspot

Eine Person wurde nach dem Besuch einer Hochzeitsfeier in Hamm am 10. Oktober positiv getestet. Schon am Donnerstag waren in Ahlen drei Infizierte gemeldet worden, die an der gleichen Feier teilnahmen. Nach Stadtangaben seien bei der Feier mit rund 150 Gästen alle Regeln eingehalten und auch vom Ordnungsamt kontrolliert worden. Die Hochzeit war mit ihrem Hygienekonzept genehmigt und zu diesem Zeitpunkt auch in dieser Art und Weise erlaubt, betonte ein Stadtsprecher. Infektionen könne man trotz vieler Schutzvorkehrungen eben nicht gänzlich ausschließen.

Dass diese Hochzeit zu einem ähnlichen Superspreader-Event wird wie die türkische Großhochzeit aus dem September, ist unwahrscheinlich. Aus Hamm haben an dieser Veranstaltung lediglich 14 Personen teilgenommen. Der überwiegende Teil der Gäste kam aus dem Kreis Warendorf. Auch eine zweite Hochzeit am vergangenen Wochenende in Hamm hatte hauptsächlich Besucher aus dem Kreis Warendorf. Bei dieser Feier gab es keine Infektionen.

Für das kommende Wochenende ist nur noch eine Hochzeitsfeier genehmigt, die unter strengen Regeln stattfindet und ebenfalls vom Ordnungsamt kontrolliert wird.

63 Urlauber lassen sich testen

Am Testzentrum an der Alfred-Fischer-Halle hatten sich am Freitagmorgen 63 Hammer testen lassen, die einen negativen Coronatest am Urlaubsort nachweisen müssen, um noch in den Herbstferien zu verreisen. Weil damit deutlich weniger kamen als noch am Donnerstag (105), wird die Stadt die Personalzahl an der Fischer-Halle reduzieren. Kostenlos testen lassen können sich Herbstferien-Urlauber aus Hamm allerdings weiter täglich bis zum kommenden Freitag jeweils zwischen 8 und 11 Uhr - und das nach wie vor unabhängig, ob am Urlaubsort ein Beherbergungsverbot gilt oder nicht.

An dieser Regelung will die Stadt vorerst festhalten, auch wenn die Verbote nach und nach in den Bundesländern aufgehoben werden. Die meisten Getesteten wollen übrigens nach Schleswig-Holstein reisen.

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Freitag

178 akut Infizierte meldete die Stadt am Freitagmittag. Von ihnen sind 93 weiblich und 85 männlich. 20 Personen galten neu als genesen, insgesamt trifft das mittlerweile auf 1.208 Hammer zu (666 weiblich, 542 männlich). Unverändert werden elf Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, drei von ihnen liegen auf der Intensivstation - eine Frau über 40, ein Mann über 60 und ein Mann über 70.

In Quarantäne befinden sich mit 2.441 Personen noch einmal 62 mehr als Donnerstag (2379). Aus dieser Beobachtung entlassen wurden 10.772 Hammer. 16.508 Proben wurden mittlerweile an den Coronamobilen und an der Alfred-Fischer-Halle genommen (+61).

Corona in Hamm - aktuelle Nebenwirkungen

Nachdem am Mittwoch endlich eine Lösung gefunden wurde, ließen sich inzwischen schon etliche Hammer, die noch in den Herbstferien verreisen wollen, kostenlos testen. Bei vielen Menschen, die wegen der erheblichen Verzögerung bis Mitte der ersten Ferienwoche bereits selbst bezahlt hatten, war der Unmut dagegen groß. Gesprächsstoff birgt auch die Tatsache, dass zwei Hammer Kitas wegen Corona-Fällen komplett dicht gemacht wurden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare