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Corona in Hamm: Endlich wieder ein Signal der Entspannung

 Eine Helferin steckt einen Tupfer mit dem Rachenabstrich in ein Röhrchen.
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Wenige Wochen vor Weihnachten entspannt sich die Corona-Situation in Hamm zwar leicht. Ein Grund zur Entwarnung ist das aber noch lange nicht. (Symbolbild)

Nach einem angespannten Wochenende sendet der Montag bei den Corona-Zahlen in Hamm wieder ein Entspannungssignal. Allerdings gibt es auch einen weiteren Todesfall.

Hamm - Deutlich weniger Neuinfektionen als am Sonntag wurden bis Montagmittag (Stand 12 Uhr) bei der Stadt Hamm verzeichnet - nämlich 39. Die Zahl der akut mit dem Coronavirus Infizierten sank damit in Hamm um 26 auf jetzt 524. Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Kalendertagen) liegt jetzt bei 180,1 - ein Rückgang um 16,1 Punkte. (News zum Coronavirus in Hamm.)

33 der Neuansteckungen passierten nach Angaben eines Stadtsprechers innerhalb des Familien- und Bekanntenkreises; 32 Personen davon erhielten den positiven Befund innerhalb einer ohnehin bestehenden Quarantänesituation. In 6 Fällen gilt der Ansteckungsweg noch als unbekannt.

Die Stadt Hamm meldete am Montag den 56. Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion: Ein Mann zwischen 50 und 60 sei am Samstag auf der Intensivstation gestorben. Es lag auch in diesem Fall eine Vorerkrankung vor, ergänzte der Stadtsprecher.

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Montag:

Derzeit werden in Hamm 52 Personen im Krankenhaus behandelt (-4). 10 Personen befinden sich auf der Intensivstation (unverändert).

Als genesen gelten inzwischen 3025 Hammer. Zuhause in Quarantäne befinden sich aktuell 2128 Personen (-328). Aus dieser Beobachtung entlassen wurden 20.056 Menschen. 22.004 Proben hat die Stadt an den Corona-Mobilen und im Testzentrum Alfred-Fischer-Halle genommen. 

Der aktuelle Lockdown führt auch in Hamm zu vielen größeren und kleineren Problemen. Besonders betroffen ist auch Frank Bögel. Der Wirt einer Sportler-Gastronomie hat an einer fast unglaublichen Hiobsbotschaft hart zu knacken.

Neue Beschlüsse für NRW und Hamm

Die am 25. November bei den Bund-Länder-Beratungen vereinbarten Maßnahmen werden in NRW konsequent umgesetzt. Die neue Coronaschutzverordung bleibt demnach bis zum 20. Dezember 2020 in Kraft. (Hier berichten wir aktuell.)
Die meisten Maßnahmen greifen bis auf Weiteres ab Dienstag auch in Hamm. Mit Blick auf den besonders kritischen Hotspot-Inzidenzwert 200 gelten in Hamm in wenigen Punkten weitergehende Vorgaben (Übersicht ganz unten).

Übersicht über die neuen Beschlüsse (Auszug):

  • Treffen im öffentlichen Raum sind nur noch mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Mehr als fünf Personen sind bei dem Zusammentreffen von zwei Haushalten nicht erlaubt, wobei Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren bei der Berechnung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden.
  • In geschlossenen öffentlichen Räumen ist eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann.
  • Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist auch eine Alltagsmaske zu tragen. Das gilt auch für Spielplätze.
  • In Handelseinrichtungen wie etwa Supermärkten, Kaufhäusern und Baumärkten mit einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern werden weitere Einschränkungen bezüglich der Kundenanzahl pro Quadratmetern getroffen.
  • Auch im privaten Raum wird eine entsprechende Beachtung der Regelungen der Verordnung dringend empfohlen. Dies schließt ausdrücklich die Empfehlung ein, Kontakte zu reduzieren bzw. diese möglichst infektionssicher unter Beachtung der „AHA-L-Regeln“ zu gestalten.
  • Für die kommende Adventszeit und die Feiertage gelten zudem folgende Sonderregelungen:
  • Der Verkauf von Weihnachtsbäumen durch gewerbliche oder soziale Anbieter ist unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregelungen zulässig.
  • In dem Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 ist in Ergänzung zu den oben genannten Regelungen zur Kontaktbeschränkung ein Zusammentreffen im engsten Familien- oder Freundeskreis mit insgesamt höchstens zehn Personen zulässig, wobei auch hier Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren bei der Berechnung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden. Für diese Personen gilt für ihre Besuche über die Feiertage kein Beherbergungsverbot in Hotels und Pensionen.
  • Zum Jahreswechsel 2020/2021 sind öffentlich veranstaltete Feuerwerke untersagt. Die örtlich zuständigen Behörden untersagen darüber hinaus die Verwendung von Pyrotechnik auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen, für die ohne solche Untersagung größere Gruppenbildungen zu erwarten sind. Mit Blick auf die kommende Skisaison gilt: Der Betrieb von Skiliften ist nach § 10 Absatz 1 Nr. 2 Coronaschutzverordnung als Einrichtungen für Freizeitaktivitäten derzeit unzulässig.

(Für die komplette Coronaschutzverordnung klicken Sie bitte hier!)
Folgende Vorgaben wurden Mitte November als Allgemeinverfügung für die Stadt Hamm ergänzend (und befristet bis zum 18. Dezember) entwickelt - daran wird sich auch nichts ändern. Die wichtigste steht ganz vorn:

  • Treffen in Privaträumen sind auf zehn Personen beschränkt. Eine Regelung, aus wie vielen Haushalten die Menschen kommen dürfen, gibt es nicht. Genehmigungen für Treffen und Feiern unter 10 Personen müssen nicht eingeholt werden. 
  • Maskenpflicht besteht in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. In der Fußgängerzone gilt samstags zu den Geschäftszeiten eine Maskenpflicht.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen sind geschlossen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Der Maxipark ist geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Geschlossen sind auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege sind möglich. Friseursalons können öffnen.

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