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Corona-Zahlen in Hamm: Weiter runter geht‘s derzeit (noch) nicht

Viele Senioren wollen die Corona-Impfung, aber viele hatten auch Probleme bei der Anmeldung.
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Viele Senioren in Hamm wollen die Corona-Impfung, aber viele kämpfen vergeblich mit der Technik und um die knappen Termine. Gleichwohl ruhen auf den Impfungen große Hoffnungen. (Symbolbild)

Drei Tage vor dem von vielen ersehnten Start des Impfzentrums pegelt sich der besonders beachtete 7-Tage-Wert in Hamm knapp unter 100 ein. Der weitere Weg unten scheint steinig zu sein.

Hamm - Von Donnerstag- bis Freitagmittag wurden der Stadt Hamm 24 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Der 7-Tage-Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Kalendertagen) stieg leicht wieder an auf jetzt 97,3. An der Gesamtzahl der akut Infizierten änderte sich kaum etwas. (News zum Coronavirus in Hamm)

Die Stadt meldete am Freitag den 145. Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus: Ein über 70 Jahre alter Mann sei am 30. Januar gestorben. Er war nicht im Krankenhaus, es hätten aber „wesentliche Vorerkrankungen“ vorgelegen, heißt es.

Fast zwei Monate später als erhofft wird das Hammer Impfzentrum am Montag, 8. Februar, den Betrieb aufnehmen. Das ist auch mit Blick auf die tendenziell positive Zahlen-Entwicklung in Hamm mehr als ein Hoffnungsschimmer. Getrübt wird das Bild nach wie vor von großen Schwierigkeiten bei der Vergabe der Termine.

Corona in Hamm: Neue Software für Kontaktnachverfolgung

Von den 24 neu gemeldeten Infizierten steckten sich den Recherchen des Corona-Teams zufolge 16 im Familien- und Bekanntenkreis an; alle waren bereits in Quarantäne, als sie ihr positives Testergebnis erhielten. In den acht weiteren Fällen konnte der Ansteckungsweg noch nicht ermittelt werden.

Die Stadt bereitet bei der Kontaktnachverfolgung eine Umstellung auf die von der Bundesregierung geforderte Sormas-Software vor. Die technischen Voraussetzungen für das neue System würden bis Ende Februar eingerichtet sein, heißt es aus dem Rathaus.

Seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 hatte die Verwaltung eine selbst entwickelte Datenbank im Einsatz. Diese hatte offenbar gute Dienste getan, denn die Nachverfolgungs-Quote in Hamm lag stets bei etwa zwei Dritteln und damit sehr weit über der anderer Kommunen und Kreise.

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Freitag:

26 Hammer mit Covid-19-Krankheitssymptomen werden aktuell in Krankenhäusern behandelt (plus 6), 5 von ihnen intensivmedizinisch (unverändert: ein Mann über 60, zwei Männer über 70, ein Mann über 80 und eine Frau über 80). Die hier genannten Zahlen für die Intensivstationen betreffen nur Personen aus Hamm, die Gesamtzahl der in Hamm Behandelten dürfte höher liegen.

476 Personen aus Hamm sind aktuell zusätzlich zu den akut Infizierten in einer häuslichen Quarantäne (minus 17), 27.159 wurden seit März aus dieser Beobachtung entlassen. Mittels der Corona-Mobile und im Testzentrum in der Alfred-Fischer-Halle wurden inzwischen insgesamt 27.781 Proben genommen. Über Hausärzte und Schnelltests kommen jedoch viele hinzu.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Hammer liegt am heutigen Freitag bei 5873. 145 Menschen aus Hamm starben seit März mit oder an einer Corona-Infektion.

Von den derzeit 267 akut mit Corona Infizierten in Hamm (plus 5) sind 150 weiblich und 117 männlich.

Schnelltest-Ergebnisse werden in der Statistik der Stadt in Absprache mit der Landeszentrale für Gesundheit (LZG) übrigens nicht mitgezählt (so handhabt es auch das Robert Koch-Institut/RKI). Allerdings: Bei allen positiven Schnelltest-Ergebnissen werden aber im Anschluss PCR-Tests durchgeführt: Sofern dieser dann positiv ausfällt, gehe der Fall in die offizielle Statistik ein, erklärt die Stadt.

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