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Corona-Lage in Hamm bleibt hochgradig angespannt

Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet.
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Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet. (Symbolbild)

Die Corona-Lage in Hamm bleibt auch am Freitag hochgradig angespannt. Wenn es etwas Positives zu vermelden gibt, dann dass die Kurve nicht mehr so steil ansteigt wie in den vergangenen Wochen.

Hamm - Am Freitagmittag waren der Stadt Hamm 68 Neuinfektionen bekannt. Der 7-Tage-Inzidenzwert (Infektionen in den zurückliegenden sieben Kalendertagen pro 100.000 Einwohner) stieg leicht um 1,7 Punkte auf 237,9. Insgesamt 532 Hammer gelten aktuell als infiziert; das sind 4 mehr als am Donnerstag. (Corona-Spezialressort für Hamm.)

Corona in Hamm - die aktuellen Infektionsquellen:

  • 21 der Neuinfektionen kommen aus einer Quarantänesituation heraus
  • 5 Neuinfektionen kamen bei einer Reihentestung bei ihrem Arbeitergeber heraus
  • In 42 Fällen ist der Infektionsweg (bisher) nicht nachvollziehbar (Quelle: Stadt)

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Freitag:

36 Hammer werden derzeit in Krankenhäusern behandelt (plus 3), 4 von ihnen liegen auf Intensivstationen (unverändert). In häuslicher Quarantäne befinden sich aktuell 2629 Hammer, das sind knapp 100 weniger als am Vortag. 2011 Personen in Hamm gelten als von einer Corona-Infektion genesen. 46 starben im Zusammenhang mit einer Infektion. Von den aktuell 532 akut Infizierten sind 278 weiblich und 254 männlich. Mit den Corona-Mobilen der Stadt und im Heessener Testzentrum wurden seit März 19.717 Proben genommen.

Auch an den Hammer Schulen schlagen die anhaltend hohen Fallzahlen zunehmend durch. 29 Schulen waren am Donnerstag betroffen, zudem 11 Kitas.

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Private Feiern dürfen nur aus herausragendem Anlass und mit maximal 25 Personen in Privatwohnungen stattfinden. Dabei sind zwingend Kontaktlisten zu führen. Eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.
    Zu herausragenden Anlässen gehören: 18. Geburtstage, runde Geburtstage, ab dem 70. Geburtstag jeder Geburtstag, Hochzeiten und Trauungen, Hochzeitsjubiläen (silberne, goldene, Diamant- und Gnadenhochzeit), Taufen, Erstkommunionen und Konfirmationen und vergleichbare Feiern im muslimischen und jüdischen Glauben.
    Feiern aus anderen aus den genannten Anlässen sind nicht erlaubt. Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.

„Um das Coronavirus ganz loszuwerden, wäre es am besten, jeder würde für 14 Tage auf einen Baum klettern, und zwar alleine“, sagt Prof. Dirk Böcker, Chefarzt in Hamm. Aber auch er weiß, dass das nicht geht. Aber wie sonst? Wir haben seine Meinung abgefragt.

Wie jetzt bekannt wurde, wird die Hammer Notfallpraxis vorübergehend an einen anderen Standort ziehen – und zwar von der Stadtmitte nach Heessen. Der Grund ist - natürlich - Corona.

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