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Corona-Zahlen in Hamm steigen weiter - OB empfiehlt Masken in Grundschulen

Das Coronavirus besorgt die Menschen in Hamm weiter. (Symbolbild)
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Die Ausbreitung des Coronavirus besorgt viele Menschen in Hamm weiter. (Symbolbild)

An der Corona-Front in Hamm zeichnet sich weiter keine Entspannung ab. Die Zahl der täglich Neuinfektionen bleibt hoch, der so wichtige RKI-Indizidenzwert steigt weiter.

Hamm - Am Dienstagmittag waren der Stadt Hamm 482 akut mit dem Coronavirus infizierte Bürger bekannt. 46 davon kamen seit Montag neu hinzu.

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche226,3 km²
Bevölkerung179.397 (2016)

Corona-Zahlen in Hamm steigen weiter: Inzidenzwert jetzt bei 237,9

Der 7-Tage-Inzidenzwert (Infektionen in den zurückliegenden sieben Kalendertagen pro 100.000 Einwohner) stieg binnen 24 Stunden um 17,2 Punkte auf jetzt 237,9, teilte OB Marc Herter in einem Mediengespräch mit. (Corona-Spezialressort für Hamm.)

Corona in Hamm - die aktuellen Infektionsquellen:

  • 29 Infektionen aus einer Quarantäne heraus
  • 17 Infektionswege sind (noch) unbekannt

Corona in Hamm - „dringende Masken-Empfehlung“ für Grundschulen

Die Welle bricht nicht, sondern sie schaukelt sich beharrlich auf. Das Problem liegt offenkundig im privaten Bereich, und es reicht womöglich nicht, von hoher Hand stereotyp an das Einhalten von Abstands- und Hygieneregeln zu appellieren.

Nach Ansicht von OB Herter und seinem Team gibt es keine Indizien für Infektionsherde in bestimmten Schulen und/oder bestimmten Lagen in der Stadt. Eventuelle Einzelfälle würden von außen - also aus dem privaten Umfeld - in die Schulen getragen. Gleichwohl gibt der Oberbürgermeister nun auch den Grundschulen die „dringende Empfehlung“, in den dritten und vierten Klassen Masken zu nutzen.

Um die Entwicklung besser beurteilen und Maßnahmen veranlassen zu können, wird Herter den Corona-Krisenstab weiter vergrößern, auch mit Experten des Katastrophenschutzes wie der Bundeswehr. Er soll ab sofort im wöchentlichen Rhythmus zusammenkommen. Die Leitung obliegt zu gleichen Teilen Jörg Mösgen (Recht/Ordnung) und Theo Hesse (Gesundheit).

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Dienstag:

28 Corona-infizierte Hammer werden derzeit in Krankenhäusern behandelt (plus 3), 3 von ihnen (wie gehabt) intensivmedizinisch. 2632 Hammer müssen aktuell in häuslicher Quarantäne ausharren, das sind immerhin 217 mehr als noch 24 Stunden zuvor.

1876 Menschen in Hamm gelten als von einer Corona-Infektion genesen.

Auch in Hamm sehnen sich viele Menschen nach einem Corona-Impfstoff. Da sieht es ja tatsächlich inzwischen ganz gut aus für die nächsten Monate. Experten klären nun auf, wer in Deutschland zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden soll - und wieviele Impfungen es braucht. 

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Feiern und Treffen auch in Privaträumen mit über 25 Personen sind weiterhin verboten. Für Feiern mit weniger Gästen gibt es Ausnahmeregelungen. Die Details dazu finden Sie hier.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.

Kommen wegen der Coronavirus-Krise die Weihnachtsferien 2020 in NRW früher, um Heiligabend risikofreier mit der ganzen Familie feiern zu können? Dieser Vorschlag wird in Nordrhein-Westfalen offenbar auf höchster politischer Ebene diskutiert. Das sagt Ministerpräsident Armin Laschet. Es gibt einen Haken.

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