Update vor dem Wochenende

Keine weitere Entspannung bei den Corona-Zahlen in Hamm

Corona Teströhrchen
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Weit über 20.000 Corona-Tests wurden in Hamm allein von den städtischen Mitarbeitern bislang durchgeführt.

Die Corona-Situation zeigt sich in Hamm vor dem Wochenende weniger entspannt als gehofft. Zwar haben sich die Zahlen stabilisiert; sie bewegen sich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Zudem gibt es fast jeden Tag Todesfälle zu vermelden, auch diesmal wieder.

Hamm - 38 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden bei der Stadt seit Donnerstagmittag verzeichnet - 7 mehr als am Vortag. Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Kalendertagen) stieg bis Freitag (12 Uhr) um 1,1 Punkte auf 158,4. Die Gesamtzahl der akut Infizerten sank um eine Person auf 419. (News zum Coronavirus in Hamm.)

20 der 38 neuen Ansteckungen fanden vermutlich innerhalb des Familien- und Bekanntenkreises statt. Von diesen seien 14 Betroffene bereits in Quarantäne gewesen, als sie ihren positiven Befund erhielten, heißt es. In 18 Fällen ist der Infektionsweg noch unbekannt.

Auch am Freitag vermeldete die Stadt wieder einen Todesfall. Ein über 90 Jahre alter Mann sei bereits am Sonntag, 29. November, gestorben. Er habe nicht im Krankenhaus gelegen, es lagen Vorerkrankungen vor. Mit ihm wurden in Hamm seit März 61 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert.

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Freitag:

Von den 419 akut Infizierten sind 219 weiblich und 200 männlich. 41 Personen mit einer Corona-Infektion werden derzeit im Krankenhaus behandelt (+1). 7 von ihnen müssen auf einer Intensivstation behandelt werden (unverändert). Es handelt sich um einen Mann über 60, zwei Männer über 70, drei Frauen über 70 und eine Frau über 90.

Als genesen gelten inzwischen 3257 Hammer. Von ihnen 1738 weiblich und 1519 männlich.

Zuhause in Quarantäne befinden sich aktuell 1446 Personen (-215). Aus einer Quarantäne-Situation entlassen wurden bereits 20.822 Hammer. 22.443 Proben hat die Stadt seit März an den Corona-Mobilen und im Testzentrum Alfred-Fischer-Halle genommen.

Corona in Hamm - das bewegt die Menschen aktuell:

  • Wer wird als erstes geimpft, und wann ist ein Impfstoff in Hamm verfügbar? Das sind die entscheidenden Fragen rund um das Impfzentrum. Scharfe Kritik am Standort gibt es obendrein.
  • Die neuen NRW-Quarantäneregeln mit einer Verkürzung der Isolationszeit auf zehn Tage kommen in Hamm jetzt noch nicht zur Anwendung. Ein bisschen Geduld ist gefragt.
  • Das Corona-Infektionsgeschehen in Hamm hat sich mit Beginn der Adventszeit anscheinend gewandelt. Das zeigen aktuelle Zahlen zu Gesellschaft, Schulen und Kitas der Stadt Hamm.

Übersicht über die aktuellen Regeln (Auszug):

  • Treffen im öffentlichen Raum sind nur noch mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Mehr als fünf Personen sind bei dem Zusammentreffen von zwei Haushalten nicht erlaubt, wobei Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren bei der Berechnung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden.
  • In geschlossenen öffentlichen Räumen ist eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann.
  • Treffen in Privaträumen sind auf zehn Personen beschränkt. Eine Regelung, aus wie vielen Haushalten die Menschen kommen dürfen, gibt es nicht. Genehmigungen für Treffen und Feiern unter zehn Personen müssen nicht eingeholt werden; es müssen aber Kontaktlisten geführt werden. Wenn Feiern mit mehr als zehn Personen stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro. (Hamm-spezifische Ergänzung, weil die Landesregierung hier keine Konsequenzen bei Missverhalten vorgibt, sondern nur „appelliert“.)
  • In Handelseinrichtungen wie Supermärkten, Kaufhäusern und Baumärkten mit einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern gelten weitere Einschränkungen bezüglich der Kundenanzahl pro Quadratmetern.
  • Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist eine Alltagsmaske zu tragen.
  • Maskenpflicht besteht ferner in Bus, Bahn und Taxi, auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter), auf den Wochenmärkten, in der Fußgängerzone an Samstagen zu den Geschäftszeiten sowie im Umkreis von 150 Metern um alle weiterführenden Schulen. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes.
  • Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen sind geschlossen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Der Maxipark ist geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Geschlossen sind auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege sind möglich. Friseursalons können öffnen.

Sonderregelungen für die Adventszeit und die Feiertage:

  • Der Verkauf von Weihnachtsbäumen durch gewerbliche oder soziale Anbieter ist unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregelungen zulässig.
  • In dem Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 ist in Ergänzung zu den oben genannten Regelungen zur Kontaktbeschränkung ein Zusammentreffen im engsten Familien- oder Freundeskreis mit insgesamt höchstens zehn Personen zulässig, wobei auch hier Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren bei der Berechnung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden. Für diese Personen gilt für ihre Besuche über die Feiertage kein Beherbergungsverbot in Hotels und Pensionen.
  • Zum Jahreswechsel 2020/2021 sind öffentlich veranstaltete Feuerwerke untersagt. Die örtlich zuständigen Behörden untersagen darüber hinaus die Verwendung von Pyrotechnik auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen, für die ohne solche Untersagung größere Gruppenbildungen zu erwarten sind.
  • Mit Blick auf die kommende Skisaison gilt: Der Betrieb von Skiliften ist nach § 10 Absatz 1 Nr. 2 Coronaschutzverordnung als Einrichtungen für Freizeitaktivitäten derzeit unzulässig.

    (Für die komplette Coronaschutzverordnung des Landes NRW klicken Sie bitte hier!)

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