Update am Freitag

Corona-Zahlen in Hamm: mehr Betroffene, Inzidenzwert steigt

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer muss tiefgekühlt transportiert werden - mehr Dosen sollen kommen.
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Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer muss tiefgekühlt transportiert werden. Auch in Hamm wird damit jetzt weiter geimpft.

Die Hoffnung auf zeitnah sinkende Corona-Zahlen in Hamm hat sich offenbar endgültig zerschlagen.

Hamm - Sowohl die Gesamtzahl der akut Infizierten als auch der Inzidenzwert in Hamm sind am Freitag weiter angestiegen. Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner in sieben Kalendertagen) liegt inzwischen bei 174,0 - ein Anstieg um knapp 10 Punkte seit dem Vortag. Insgesamt waren der Stadt am Freitag (Stand 12 Uhr) 512 akut mit dem Virus infizierte Hammer bekannt; das sind 18 mehr als am Donnerstag. (News zum Coronavirus in Hamm)

Um die Corona-Zahlen endlich runter zu bekommen, hat die Politik den Lockdown vorläufig bis Ende Januar verlängert. In Hamm gibt es in einem wichtigen Bereich eine Abweichung: Diese und weitere wichtige Regeln lesen Sie übersichtlich unten in diesem Artikel. Sollte Hamm die Hotspot-Inzidenz von 200 wieder reißen, würde auch hier der umstrittene 15-Kilometer-Bewegungsradius in Kraft treten.

Von den 46 neu Infizierten steckten sich 27 vermutlich innerhalb des Familien- und Bekanntenkreises an (alle 27 waren zum Zeitpunkt des Befunds bereits in Quarantäne), ein weiterer beim Arbeitgeber. In 18 Fällen gilt der Ansteckungsweg derzeit noch als unbekannt; allerdings waren auch aus dieser Gruppe 9 bereits vor dem Befund in Quarantäne.

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Freitag:

44 Hammer mit Corona-Symptomen werden aktuell in Krankenhäusern behandelt (minus 6), 8 von ihnen intensivmedizinisch (unverändert; es geht hier um einen Mann über 50, zwei Männer über 70, einen Mann über 80, eine Frau über 40, eine Frau über 50, eine Frau über 70 und eine Frau über 80). Die hier genannten Zahlen für die Intensivstationen betreffen nur Personen aus Hamm, die Gesamtzahl der in Hamm Behandelten dürfte höher liegen.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Hammer liegt am heutigen Freitag bei 4809. 103 Menschen aus Hamm starben seit März mit oder an einer Corona-Infektion.

800 Personen aus Hamm sind aktuell zusätzlich zu den akut Infizierten in einer häuslichen Quarantäne (minus 67), 25.475 wurden seit März aus dieser Beobachtung entlassen. Mittels der Corona-Mobile und im Testzentrum in der Alfred-Fischer-Halle wurden inzwischen insgesamt 25.877 Proben genommen. Über Hausärzte und Schnelltests kommen jedoch viele hinzu.

Von den derzeit 512 akut mit Corona Infizierten in Hamm sind 276 weiblich und 236 männlich.

Schnelltest-Ergebnisse werden in der Statistik der Stadt in Absprache mit der Landeszentrale für Gesundheit (LZG) übrigens übrigens nicht mitgezählt (so handhabt es auch das Robert Koch-Institut/RKI). Allerdings: Bei allen positiven Schnelltest-Ergebnissen werden aber im Anschluss PCR-Tests durchgeführt: Sofern dieser dann positiv ausfällt, geht der Fall in die offizielle Statistik ein.

Corona in Hamm - das interessiert Leser aktuell:

Corona-Regeln in Hamm jetzt und künftig (Auszug):

  • Die Kontaktbeschränkungen werden NRW-weit verschärft (Stichtag 11. Januar 2021). Treffen jenseits des eigenen Haushalts und der eigenen Haustür sind dann nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Für Privaträume in Hamm gilt eine besondere Regelung (festgelegt in einer städtischen Allgemeinverfügung): Hier dürfen sich bislang und auch künftig bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Bei der Personenzahl werden Kinder unter 14 Jahren grundsätzlich nicht mitgezählt. Kontrollen der Kontaktbeschränkungen soll es auch weiterhin nicht geben.
  • „Corona-Leine“: Sollte der Inzidenzwert in Hamm die 200 wieder überschreiten, sollen sich auch hier Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. „Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar“, heißt es.
  • Maskenpflicht: In geschlossenen öffentlichen Räumen ist eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann. Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist eine Alltagsmaske zu tragen. Maskenpflicht besteht ferner in Bus, Bahn und Taxi, auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter), auf den Wochenmärkten sowie in Hamm in der Fußgängerzone an Samstagen. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes.
  • Alkoholverbot: Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist laut Corona-Schutzverordnung des Landes NRW untersagt. 
  • Betriebskantinen dürfen - wie andere gastronomische Betriebe auch - allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.
  • Der Einzelhandel ist und bleibt geschlossen. Ausnahmen gelten für: Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, den Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und den Großhandel. Auch Baumärkte bleiben – anders als beim Frühjahrs-Lockdown – geschlossen.
  • Dienstleistungen: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe bleiben ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie, bleiben möglich.
  • Alten- und Pflegeheime: Besucher müssen grundsätzlich FFP2-Masken tragen. Beschäftigte müssen alle drei Tage getestet werden und beim direkten Kontakt etwa mit Pflegebedürftigen ebenfalls FFP2-Masken tragen. Auch Bewohner sind regelmäßig zu testen.
  • Sport: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Das gilt auch für Individualsportarten in Sporteinrichtungen/-vereinen wie Tennis oder Golf. Zulässig bleibt nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der „freien Natur”.
  • Freizeit: Der Maxipark, der Tierpark, das Museum und alle Bäder in Hamm bleiben bis mindestens Ende Januar geschlossen.
  • Fahrschulen: Der Betrieb von Fahrschulen ist nur für berufsbezogene Ausbildungen zulässig und ansonsten untersagt.

Für die allgemeingültige Coronaschutzverordnung in NRW mit vielen weiteren Aspekten und Ausführungen klicken Sie bitte hier.

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