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Corona-Situation in Hamm weiter ohne Anzeichen von Entspannung

 Ein Labor-Mitarbeiter untersucht im Rahmen des Testverfahrens "LAMP" Proben, die bei gelber Färbung coronapositiv sind.
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Ein Labor-Mitarbeiter untersucht Proben auf das Coronavirus. Bei Tests aus Hamm kommt allzu oft ein positives Ergebnis heraus. (Symbolbild)

Auch am Donnerstag gibt in Hamm beim Thema Corona keine Anzeichen der Entspannung. Der Inzidenzwert stieg wieder leicht an.

Hamm - 52 Neuinfektionen in Hamm seit Mittwochmittag treiben den 7-Tage-Inzidenzwert (Infektionen in den zurückliegenden sieben Kalendertagen pro 100.000 Einwohner) um 6,1 Punkte auf nun 236,2. Die Gesamtzahl der Akutfälle stieg nach Angaben eines Stadtsprechers um 20 auf 528. Besonders hoch ist diesmal die Zahl der nicht nachvollziehbaren Infektionsketten. (Corona-Spezialressort für Hamm.)

Corona in Hamm - die aktuellen Infektionsquellen:

  • 12 der Neuinfektionen kommen aus einer Quarantänesituation heraus (Quelle: Stadt)
  • In 40 Fällen ist der Infektionsweg (bisher) nicht nachvollziehbar (Quelle: Stadt)

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Donnerstag:

33 Hammer werden derzeit in Krankenhäusern behandelt (gleich geblieben), 4 von ihnen liegen auf Intensivstationen (ebenfalls unverändert). In häuslicher Quarantäne befinden sich aktuell 2725 Hammer, das sind 51 mehr als am Vortag. 1947 Personen in Hamm gelten als von einer Corona-Infektion genesen. 46 starben im Zusammenhang mit einer Infektion. Von den aktuell 528 akut Infizierten sind 279 weiblich und 249 männlich. Mit den Corona-Mobilen der Stadt und im Heessener Testzentrum wurden seit März 19.570 Proben genommen.

Seit neun Monaten grassiert das Coronavirus nun in Hamm. Nach Bekanntwerden der ersten Fälle Mitte März wurde die Stadt nie mehr virenfrei. Doch so bedrohlich wie in diesen Tagen war die Lage augenscheinlich nie zuvor. Am kommenden Montag wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel Bilanz über die aktuellen Corona-Maßnahmen ziehen. Ein CDU-Mann dämpft zuvor die Hoffnung auf baldige Lockerungen.

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Private Feiern dürfen nur aus herausragendem Anlass und mit maximal 25 Personen in Privatwohnungen stattfinden. Dabei sind zwingend Kontaktlisten zu führen. Eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.
    Zu herausragenden Anlässen gehören: 18. Geburtstage, runde Geburtstage, ab dem 70. Geburtstag jeder Geburtstag, Hochzeiten und Trauungen, Hochzeitsjubiläen (silberne, goldene, Diamant- und Gnadenhochzeit), Taufen, Erstkommunionen und Konfirmationen und vergleichbare Feiern im muslimischen und jüdischen Glauben.
    Feiern aus anderen aus den genannten Anlässen sind nicht erlaubt. Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.

Vom Lockdown-Effekt ist in Hamm bislang nichts zu spüren. Das mag auch daran liegen, dass der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) nicht über genügend Kapazitäten verfügt, um wirkungsvoll gegen Menschenansammlungen und sonstige Auflagenverstöße vorzugehen. Das soll sich aber bald ändern.

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