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Sinkflug der Corona-Zahlen in Hamm ausgebremst - Wieder Todesfälle

Eine Pflegerin im Schutzanzug hält die Hand eines Altenheimbewohners. (Symbolbild)
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Eine Pflegerin im Schutzanzug hält die Hand eines Altenheimbewohners. Alte Menschen, zumal vorerkrankt, sind besonders gefährdet, an Covid-19 zu sterben. (Symbolbild)

Der Sinkflug der Corona-Zahlen in Hamm ist vorläufig beendet: Der Donnerstag bringt keine weitere Entspannung. Stattdessen gibt es diesmal sogar zwei Todesfälle zu vermelden.

Hamm - Mit 157,3 liegt der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Kalendertagen) am Donnerstagmittag 5 Punkte höher als am Mittwoch. 45 Neuansteckungen mit dem Coronavirus wurden binnen 24 Stunden bei der Stadt verzeichnet - nach 31 am Mittwoch und 18 am Dienstag. Die Gesamtzahl der akut Infizierten blieb angesichts etlicher Genesungsfälle dennoch recht stabil bei 420 (-1). (News zum Coronavirus in Hamm.)

Ein Stadtsprecher meldete zugleich den 59. und 60. Todesfall in Hamm im Zusammenhang mit dem Virus: Ein Mann über 80 starb am Donnerstag im Krankenhaus; er war nicht intensivmedizinisch behandelt worden. Vorerkrankungen seien in seinem Fall nicht bekannt, heißt es. Eine Frau über 70 starb bereits am Mittwoch auf der Intensivstation, wo sie zuletzt behandelt wurde. Bei ihr lagen Vorerkrankungen vor.

Von den 45 Neuinfizierten steckten sich nach offiziellen Angaben 29 vermutlich innerhalb des Familien- und Bekanntenkreises an. Alle 29 seien bereits in Quarantäne gewesen, als sie positiven Befund erhielten. In 16 Fällen konnte der Infektionsweg noch nicht ermittelt werden.

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Donnerstag:

Von den 420 akut Infizierten sind 225 weiblich und 195 männlich. 40 Personen mit einer Corona-Infektion werden derzeit im Krankenhaus behandelt (-1). 7 von ihnen befinden sich auf Intensivstationen (-2). Es handelt sich um einen Mann über 60, zwei Männer über 70, drei Frauen über 70 und eine Frau über 90.

Als genesen gelten inzwischen 3219 Hammer (+44). Von ihnen sind 1713 weiblich und 1506 männlich.

Zuhause in Quarantäne befinden sich aktuell 1661 Personen(-161). Aus einer Quarantäne-Situation entlassen wurden bereits 20.559 Hammer. 22.345 Proben hat die Stadt seit März an den Corona-Mobilen und im Testzentrum Alfred-Fischer-Halle genommen.

Corona in Hamm - das bewegt die Menschen aktuell:

  • Mehrere Corona-Fälle zwingen die komplette Mannschaft der Hammer Eisbären in die Quarantäne. Zwei Spiele wurden abgesagt.
  • Das Corona-Infektionsgeschehen in Hamm hat sich mit Beginn der Adventszeit anscheinend gewandelt. Das zeigen aktuelle Zahlen zu Gesellschaft, Schulen und Kitas der Stadt Hamm.
  • Das Impfzentrum für die Bürger in Hamm soll in den beiden Dreifachturnhallen an der Friedensschule eingerichtet werden. Die Stadt hat dazu Fragen beantwortet.
  • Die neuen NRW-Quarantäneregeln mit einer Verkürzung der Isolationszeit auf zehn Tage kommen in Hamm jetzt noch nicht zur Anwendung. Ein bisschen Geduld ist gefragt.
  • Die Stadt kann nicht so schlagkräftig gegen Corona-Regelverstöße vorgehen, wie sie möchte und wie es sinnvoll wäre. Ein Hilferuf stößt auf überraschend starke Resonanz.
  • Die Bezirksregierung Arnsberg sorgt für einen Lichtblick am sonst so trüben Corona-Himmel. Es geht um Frank Bögel, einen Wirt aus Hamm

Übersicht über die aktuellen Regeln (Auszug):

  • Treffen im öffentlichen Raum sind nur noch mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Mehr als fünf Personen sind bei dem Zusammentreffen von zwei Haushalten nicht erlaubt, wobei Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren bei der Berechnung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden.
  • In geschlossenen öffentlichen Räumen ist eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann.
  • Treffen in Privaträumen sind auf zehn Personen beschränkt. Eine Regelung, aus wie vielen Haushalten die Menschen kommen dürfen, gibt es nicht. Genehmigungen für Treffen und Feiern unter zehn Personen müssen nicht eingeholt werden; es müssen aber Kontaktlisten geführt werden. Wenn Feiern mit mehr als zehn Personen stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro. (Hamm-spezifische Ergänzung, weil die Landesregierung hier keine Konsequenzen bei Missverhalten vorgibt, sondern nur „appelliert“.)
  • In Handelseinrichtungen wie Supermärkten, Kaufhäusern und Baumärkten mit einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern gelten weitere Einschränkungen bezüglich der Kundenanzahl pro Quadratmetern.
  • Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist eine Alltagsmaske zu tragen.
  • Maskenpflicht besteht ferner in Bus, Bahn und Taxi, auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter), auf den Wochenmärkten, in der Fußgängerzone an Samstagen zu den Geschäftszeiten sowie im Umkreis von 150 Metern um alle weiterführenden Schulen. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes.
  • Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen sind geschlossen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Der Maxipark ist geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Geschlossen sind auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege sind möglich. Friseursalons können öffnen.

Sonderregelungen für die Adventszeit und die Feiertage:

  • Der Verkauf von Weihnachtsbäumen durch gewerbliche oder soziale Anbieter ist unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregelungen zulässig.
  • In dem Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 ist in Ergänzung zu den oben genannten Regelungen zur Kontaktbeschränkung ein Zusammentreffen im engsten Familien- oder Freundeskreis mit insgesamt höchstens zehn Personen zulässig, wobei auch hier Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren bei der Berechnung der Personenanzahl nicht mitgezählt werden. Für diese Personen gilt für ihre Besuche über die Feiertage kein Beherbergungsverbot in Hotels und Pensionen.
  • Zum Jahreswechsel 2020/2021 sind öffentlich veranstaltete Feuerwerke untersagt. Die örtlich zuständigen Behörden untersagen darüber hinaus die Verwendung von Pyrotechnik auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen, für die ohne solche Untersagung größere Gruppenbildungen zu erwarten sind.
  • Mit Blick auf die kommende Skisaison gilt: Der Betrieb von Skiliften ist nach § 10 Absatz 1 Nr. 2 Coronaschutzverordnung als Einrichtungen für Freizeitaktivitäten derzeit unzulässig.

    (Für die komplette Coronaschutzverordnung des Landes NRW klicken Sie bitte hier!)

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