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Corona in Hamm: Stadt vermeldet 46 Neuinfektionen am Samstag 

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Auch am Samstag hat die Stadt wieder zahlreiche Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu vermelden. Dennoch sinkt der R-Wert in Hamm.

Hamm - Der 7-Tage-Inzidenzwert (Infektionen in den zurückliegenden sieben Kalendertagen pro 100.000 Einwohner) sank laut einem Sprecher der Stadt um 19,5 Punkte auf 218,4. Insgesamt 527 Hammer - und damit fünf weniger als am Freitag - gelten aktuell als infiziert. Es handelt sich um 277 Frauen und 250 Männer.

Corona in Hamm: Die aktuellen Infektionsquellen

- 32 x vermutliche Ansteckung durch Familien- oder Bekanntenkreis (alle positiv getesteten bereits in Quarantäne)

- 2 x Reiserückkehrer

- 12 x derzeit unbekannter Ansteckungsweg

44 Hammer werden derzeit in Krankenhäusern behandelt (plus 8), fünf Erkrankte - und damit einer mehr als noch am Freitag liegen auf Intensivstationen (2x männlich über 70 Jahre, 2x männlich über 80 Jahre, 1 x weiblich über 90 Jahre). 

In häuslicher Quarantäne befinden sich aktuell 2.295 Hammer, das sind 334 weniger als am Vortag. 2062 Personen in Hamm gelten als von einer Corona-Infektion genesen. 46 starben im Zusammenhang mit einer Infektion. 

Mit den Corona-Mobilen der Stadt und im Heessener Testzentrum wurden seit März 19.835 Proben genommen.

Auch an den Hammer Schulen schlagen die anhaltend hohen Fallzahlen zunehmend durch. 29 Schulen sind betroffen, zudem 11 Kitas (Stand: Donnerstag).

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Private Feiern dürfen nur aus herausragendem Anlass und mit maximal 25 Personen in Privatwohnungen stattfinden. Dabei sind zwingend Kontaktlisten zu führen. Eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.
  • Zu herausragenden Anlässen gehören: 18. Geburtstage, runde Geburtstage, ab dem 70. Geburtstag jeder Geburtstag, Hochzeiten und Trauungen, Hochzeitsjubiläen (silberne, goldene, Diamant- und Gnadenhochzeit), Taufen, Erstkommunionen und Konfirmationen und vergleichbare Feiern im muslimischen und jüdischen Glauben.
  • Feiern aus anderen aus den genannten Anlässen sind nicht erlaubt. Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.

    Wie jetzt bekannt wurde, wird die Hammer Notfallpraxis vorübergehend an einen anderen Standort ziehen – und zwar von der Stadtmitte nach Heessen. Der Grund ist - natürlich - Corona.

    Die Stadt Hamm hat sich zudem dazu entschlossen, den Schulen den Sportunterricht in Turnhallen zu untersagen. Um die Schülern und andere Fahrgäste vor weiteren Infektionen zu schützen, werden in Hamm ab sofort zusätzliche Busse auf den Straßen unterwegs sein.

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