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Coronavirus in Hamm: Frau stirbt infolge Infektion - Rückschlag bei 7-Tage-Wert

Coronavirus - Maske
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Mund- und Nasenmasken gehören für die allermeisten Hammer längst ganz selbstverständlich zum Alltag. Daran wird sich in den kommenden Monaten ganz sicher nichts ändern.

In Hamm hat es den 39. Todesfall infolge einer Corona-Infektion gegeben. Gestorben ist eine über 80-jährige Frau. Das teilte die Stadt am Sonntag mit. Die Frau lebte in einem Pflegeheim. Die Infektion war der Stadt bekannt.

Hamm - Die Hoffnung, Hamm könne am Sonntag unter den kritischen Inzidenzwert von 50 (Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen) rutschen, hat sich nicht erfüllt. 185 Personen aus Hamm hatten am Sonntag das Coronavirus in sich (101 weiblich, 84 männlich). Das waren sieben mehr als am Samstag. Bei vier Neuinfektionen schließt die Stadt eine einzige private Veranstaltung als Übertragungsort des Virus nicht aus.

Am Samstag hatte es mit 56,4, dem niedrigsten Wert seit dem 22. September, kurzzeitig so ausgesehen, als würde sich die Lage nun deutlich entspannen. Mit 27 Neuinfektionen gegenüber 19 Genesungen von Samstag auf Sonntag kletterte der Wert allerdings erneut auf 64,2. Hamm gehört damit zu neun Städten und Kreisen in NRW, die über dem kritischen Wert liegen und ist weiterhin Risikogebiet.

Von Freitag auf Samstag hatte sich die Zahl der akut infizierten Personen von 208 auf 178 verringert. Sechs Neuinfektionen hatten 36 Genesungen gegenübergestanden.

Mehr Personen im Krankenhaus

Wieder gestiegen ist über das Wochenende auch die Zahl der Personen, die in einem Krankenhaus behandelt werden. Waren es am Freitag acht – zwei davon auf einer Intensivstation –, meldete die Stadt am Samstag und Sonntag zehn stationäre Fälle. Vier Patienten lagen auf einer Intensivstation. „Die beiden neuen Fälle auf der Intensivstation stehen nicht im Zusammenhang mit den Hochzeitsfeierlichkeiten“, erklärte Stadtsprecher Lukas Huster am Samstag.

Noch sind nicht alle Infektionsketten nachvollzogen. Von den sechs neu infizierten Personen von Freitag auf Samstag steckten sich laut Stadt vermutlich drei bei infizierten Familienmitgliedern an – aus einer bestehenden Quarantäne heraus. Bei den übrigen drei Fällen hat die Stadt keine Informationen zur Infektionskette.

Infektionsketten noch unklar

Bei den 27 Neuinfektionen von Samstag auf Sonntag steckten sich 13 Personen vermutlich bei infizierten Familienmitgliedern aus einer bestehenden Quarantäne heraus an, in zehn Fällen lagen am Sonntag noch keine Informationen zur Infektionskette vor und in vier Fällen schließt sie Stadt eine private Feier als Ansteckungsort nicht aus.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat am Sonntag indes die Stadt Hamm als Beispiel genannt, dass die Grundstrategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie funktioniere. Laschet kündigte an, man werde in Nordrhein-Westfalen weiterhin lokale und zielgerichtete Maßnahmen ergreifen. Hamm habe bewiesen, dass diese Methode erfolgreich sei. In Hamm sank nach Ergreifen verstärkter Schutzmaßnahmen der 7-Tage-Inzidenz-Wert von über 100 auf jetzt 64.

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