Viel Disziplin gefordert

Mit steigenden Corona-Zahlen kehren viele Hammer ins Homeoffice zurück

Homeoffice in Deutschland in Corona-Zeiten.
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Mit steigenden Corona-Zahlen dürfte die Heimarbeit auch in Hamm wieder an Bedeutung gewinnen.

Das Homeoffice war für viele Firmen im Frühjahr dieses Jahres die Rettung: Weil Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten konnten, blieben Unternehmen im Lockdown handlungsfähig. Mit steigenden Corona-Zahlen dürfte die Heimarbeit nun wieder an Bedeutung gewinnen, auch für Firmen aus Hamm.

Hamm - Die Wirtschaftsförderung Hamm (WFH) berät örtliche Unternehmen in Sachen Homeoffice und verzeichnet seit dem Frühjahr eine deutlich erhöhte Nachfrage. Man habe Online-Schulungen angeboten, sagte ein Sprecher. Das Interesse sei groß gewesen.

Während einige Firmen sich erst im Lockdown mit Homeoffice beschäftigt haben, waren andere vorbereitet und haben davon profitiert. Tobias Domnowski, Geschäftsführer des Hammer Unternehmes First Debit hat schon sehr früh auf Homeoffice gesetzt. Seine Mitarbeiter wurden entsprechend mit Laptops und Handys ausgestattet.

„Das funktioniert hervorragend“, so sein Fazit. Bereits im Frühjahr, als das Coronavirus die Gesellschaft in den Stillstand zwang, hat er durch das Homeoffice Aufträge erhalten können.

Homeoffice in Hamm: Kommunikationswege sind länger

Gleichwohl habe diese Form des Arbeitens für alle Seiten viel Disziplin erfordert, so Domnowski. „Die Kommunikationswege sind länger. Es gilt, mehr im Blick zu behalten, weil nichts mehr auf Zuruf geht“, sagt Domnowski. Daher sei es wichtig, sich regelmäßig abzusprechen, zu festen Zeiten per Telefon oder Videochat zu reden. „Solche Rituale haben wir eingeführt“, sagt Domowski.

Tücken und Chancen des Homeoffice: Tobias Domnowski setzt sich intensiv mit dieser Form der Arbeit auseinander.

Sein Unternehmen beschäftigt an die 50 Mitarbeiter. Er hat bislang nur positive Rückmeldungen von seinen Mitarbeitern bekommen – auch weil sich Domnowski intensiv um seine Homeoffice-Mitarbeiter gekümmert hatte. „Das musste ich auch erst lernen“, sagt er. Wichtig sei regelmäßiger Kontakt, dass die Kollegen nicht das Gefühl hätten wirklich außen vor zu sein.

Homeoffice in Hamm: Investition in Digital zahlt sich aus

Bereits vor dem ersten Lockdown hat das Unternehmen viel in eine gute digitale Infrastruktur investiert. „Das zahlt sich jetzt aus“, sagt Domnowski.

Auch vor dem Hintergrund, dass die Mitarbeiter mit sensiblen Daten von Schuldnern oder Auftraggebern arbeiten müssten. Da mussten entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden.

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