Suche stockt

Corona versalzt Pläne für die Küche: Warum will keiner Pächter im Wassersportzentrum sein?

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Die Arbeiten am neuen Wassersportzentrum an der Kanalkante gehen gut voran, anders als die Suche nach einem Pächter für die Gastronomie.

Hamm - Bleibt im neuen Prunkbau am Kanal die Küche kalt? Die Rede ist vom Wassersportzentrum an der Adenauerallee, das vermutlich Ende September fertig gebaut sein wird. Noch fehlt allerdings ein Pächter für die Gastronomie.

Rund 4 Millionen Euro werden bei der Eröffnung in das schmucke Gebäude, in dem 600 Kanusportler aus sieben Vereinen unterkommen werden, geflossen sein. Der Baubeginn war im September 2019, und seit dieser Zeit sucht die Stadt einen Pächter für die Gastronomie, die im Erdgeschoss entsteht.

Alle Interessenten abgesprungen

200 Quadratmeter misst der Gastraum, weitere 800 Quadratmeter die Terrasse. Die Suche, das bestätigte ein Verwaltungssprecher auf WA-Anfrage, ist bislang nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Im Gegenteil: Es habe eine Reihe von Anfragen gegeben, doch die Interessenten seien allesamt wieder abgesprungen.

Die Corona-Pandemie habe hier komplett durchgeschlagen und die Suppe versalzen. Wegen der unsicheren Lage für die Gastronomie-Branche sei es zu keinem Abschluss gekommen.

Neuer Anlauf mit anderen Kriterien

Nach den Sommerferien soll nun ein neuer Anlauf unternommen werden. Noch einmal werden Gastronomen gesucht, die sich einen Betrieb in dem attraktiv gelegenen Objekt vorstellen können. Im Gegensatz zum ersten Bekundungsverfahren solle nun einiges geändert werden. So sollen die Räumlichkeiten nicht im Rohbauzustand an den Pächter übergeben werden, damit dieser dann den Rest nach seinen eigenen Vorstellungen umsetzt.

Dass ein Betreiber in dieser Zeit sechsstellig in Vorleistung tritt, ist einfach unrealistisch“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg.

Der erste Treffer bekommt den Zuschlag

Jetzt, im neuen Verfahren, soll der Innenausbau bereits abgeschlossen oder zumindest fortgeschritten sein. Was im Einzelnen schon jetzt installiert wird, darüber stimme man sich verwaltungsintern gerade ab.

Auch werde es im neuen Verfahren keine echte Befristung geben. Wenn sich nach wenigen Tagen jemand meldet und dessen Vorstellungen mit denen der Stadt übereinstimmen, werde dieser auch den Zuschlag erhalten, so Herberg. Auf weitere Interessenten werde man nicht zwangsläufig warten. Der neue Pächter werde vermutlich auch nicht schon im September, sondern zeitlich etwas versetzt einziehen können.

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