Keine Planungssicherheit

Corona-Sorge lässt auch Lippeparkfest platzen

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Ein Menschenandrang wie beim Lippeparkfest im vergangenen Jahr ist in Corona-Zeiten nicht verantwort- und kontrollierbar. Deshalb fällt das Fest in diesem Jahr aus.

Jetzt hat es also auch das für den 6. September geplante Lippeparkfest in Verbindung mit dem Radfest NRW erwischt: Obwohl große Events – Stand heute – nach dem 31. August wieder möglich sind, haben sich die Organisatoren dazu entschieden, beide Veranstaltungen abzusagen.

Herringen/Pelkum – Leicht hätten sich die Herringer Interessengemeinschaft (HIG), der Aktionskreis Bockum-Hövel Plus sowie der Radsportverband NRW und die Arge Radfest Hamm 2020 die Entscheidung nicht gemacht, betonten deren Vertreter Peter Scholz, Frank Hoffmann und Peter Wenner gestern an den Toren der Weltreligionen im Lippepark. Letztlich hätten aber mehrere Gründe gegen eine Durchführung in diesem Jahr gesprochen. Allerdings: Sofern es die Corona-Pandemie dann zulässt, soll am 5. September 2021 ein neuer Anlauf unternommen werden, beide Feste steigen zu lassen.

Als Grund, sie in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen, führten die Verantwortlichen vor allem die fehlende Planungssicherheit an. Aufgrund der Corona-Pandemie ruhen die Planungen seit Mitte März. Doch selbst wenn jetzt damit wieder begonnen würde: „Niemand kann heute sagen, ob das Verbot für große Veranstaltungen über den 31. August hinaus verlängert wird“, merkte Scholz an. Der Verlauf der Pandemie sei nicht vorhersehbar. Daher drohe auch immer eine kurzfristige Absage. Und dann wäre die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen umsonst gewesen.

Schwierige Sponsoren-Situation

Peter Wenner (von links), Peter Scholz und Frank Hoffmann gaben die Absage des Lippeparkfests und des Radfests bekannt.

Hinzu kommen wirtschaftlich sowie gesundheitliche Aspekte. Wie Wenner erklärte, sei es angesichts der aktuellen Corona-Lage schwierig, Sponsoren zu gewinnen. Auch wisse man nicht genau, wie die vielen ehrenamtlichen Helfer dafür sorgen können, dass die Besucher den Mindestabstand an Hotspots wie beispielsweise den Getränkeständen einhalten können. Scholz: „Eine Veranstaltung, zu der etwa 10.000 Besucher erwartet werden, ist für uns in der derzeitigen Situation nicht zu verantworten. Wir haben hier auch eine gewisse Verantwortung gegenüber den ehrenamtlichen Akteuren und den Besuchern.“

Lippeparkfest 2019 

Lippeparkfest 2019
Lippeparkfest 2019
Lippeparkfest 2019
Lippeparkfest 2019
Lippeparkfest 2019 

Sein Mitstreiter Wenner sieht allerdings noch Chancen für zwei kleinere Events, die am 6. September vorgesehen waren. „Der SC Capelle hält weiter an der Planung der Cross-Country-Tour und des Volksradfahrens fest“, sagte er. Ausgangspunkt für beide Touren solle der Lippepark sein.

Video-Aktion kommt gut an

Was die HIG betrifft, so konzentriert sich diese derzeit auf Aktionen, die den Kaufleuten und Dienstleistern im Stadtbezirk behilflich sind. Mit der Aktion „Kauft lokal, kauft in Herringen“ habe man den Anfang gemacht, der Film komme bei den Geschäftsleuten und den Kunden sehr gut an. „Ein ähnliches Projekt möchten wir dann auch für die Herringer Vereine angehen, wenn dort die Aktivitäten wieder aufgenommen werden“, sagte der HIG-Vorsitzende.

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