Auch positive Pandemie-Effekte

Corona sei dank: Deutlich weniger Einbrüche in Hamm - trotzdem steigen Fallzahlen wieder

Einbrecher bevorzugen laut Polizei den Tag oder den frühen Abend als Tatzeiten.	SYMBOLFOTO: DPA
+
Einbrecher bevorzugen laut Polizei den Tag oder den frühen Abend als Tatzeiten.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag der Menschen in Hamm haben nicht nur negative Folgen. Der positive Nebeneffekt von Homeoffice, vorbildlichem Zuhause bleiben in der Freizeit und Quarantäne: Einbrechern werden ihre Machenschaften erschwert.

Hamm - Das zeigt auch ein Blick in die Statistik der Polizei Hamm. 2020 gab es 127 Wohnungseinbrüche, von denen mehr als die Hälfte scheiterte (52 Prozent). 2019 waren es im gleichen Zeitraum bereits 182 und am Ende des Jahres 265 (rund 50 Prozent erfolgreich). Weil die Zahlen in der dunklen Jahreszeit erfahrungsgemäß auch nun wieder etwas ansteigen dürften, beantwortet die Polizei am Sonntag im Rahmen eines Aktionstages Fragen zum Thema Einbruchschutz.

Beratung Sonntag von 10 bis 16 Uhr

Das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz des Polizeipräsidiums Hamm bietet an diesem Sonntag eine telefonische und kostenlose Einbruchschutz-Beratung an. In der Zeit von 10 bis 16 Uhr ist der technische Sicherheitsberater KHK Michael Bunse auf den Anruf der Hammer Bürger unter Telefon 916-3354 vorbereitet. Es ist auch möglich, Fragen einfach per E-Mail an prävention.hamm@polizei.nrw.de zu senden.

Die Entwicklung sei nicht nur wegen Corona gut, teilt die Polizei mit. „Etwa die Hälfte der Einbrüche endet mittlerweile im Versuchsstadium, weil Einbrecher an gut gesicherten Türen und Fenstern scheitern oder von aufmerksamen Nachbarn und Anwohnern entdeckt werden“, heißt es in einer Mitteilung.

Schon bei kleinstem Verdacht Polizei einschalten

Doch Einbrecher ließen sich von einer Pandemie nicht dauerhaft von ihren Taten abhalten, glaubt die Polizei. Gerade mit Beginn der dunklen Jahreszeit belegten die aktuellen Fallzahlen, dass die Wohnungseinbrüche wieder zunehmen. Die Polizei Hamm setzt daher neben ihrer Beratung zum Einbruchschutz insbesondere auf die Mithilfe der Bürger. Diese sollen auch bei geringen Verdachtsmomenten die 110 anrufen. Verdächtige Personen oder Fahrzeuge, die sich auf dem eigenen Grundstück, bei Nachbarn, in der Straße oder Siedlung aufhalten, sollten notiert und die Polizei über den Notruf 110 sofort benachrichtigt werden.

Darüber hinaus rät die Polizei, Wertsachen nicht offen zu Hause herumliegen zu lassen. Wertvolles wie Bargeld und Schmuck sowie Dokumente und Sparbücher sollten in einem Safe oder in einem Schließfach beim Geldinstitut aufbewahrt werden.

Sollte man Opfer von Einbrechern geworden sein, ist eine Wertgegenstandsliste wertvoll, auf der Kaufverträge, Fotos und Beschreibungen von Wertgegenständen aufgeführt sind. Für Einbruchsopfer gibt es bei der Polizei Opferschutzbeauftragte. Die Kontaktdaten zu den Ansprechpartnern gibt es unter hamm.polizei.nrw.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare